Unternehmer bekommt Lob für seinen Verzicht auf den Böllerverkauf

Feuerwerk

Um die Gesundheit seiner Kunden nicht zu gefährden, hat sich Christoph Scheiding aus Oestrich freiwillig gegen den Verkauf von Böllern entschieden – und erntet Lob von höchster Stelle.

von Joel Kunz

Oestrich

, 23.12.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Oberbürgermeister Thomas Westphal (l.) besuchte Christoph Scheiding in seinem Lagerverkauf und dankte ihm für die Entscheidung, diesmal auf den sonst so erfolgreichen Böllerverkauf zu verzichten.

Oberbürgermeister Thomas Westphal (l.) besuchte Christoph Scheiding in seinem Lagerverkauf und dankte ihm für die Entscheidung, diesmal auf den sonst so erfolgreichen Böllerverkauf zu verzichten. © Stadt

Üblicherweise verkaufte Scheidings-Lagerverauf in jedem Jahr kurz vor Silvester jede Menge Böller und Feuerwerk. In diesem Jahr geht in seinem Warenhaus in Doertmund-Oestrich jedoch kein einziger Feuerwerkskörper über die Theke.

Das liegt nicht nur am allgemein auferlegten Lockdown. Inhaber Christoph Scheiding hatte sich schon vor dem Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper aus freien Stücken gegen einen Verkauf entschieden.

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„Vor dem Corona-Hintergrund war mir die Sicherheit und Gesundheit der Kundinnen und meiner Beschäftigten wichtiger. Diese Ansammlungen und der Verkauf wären verordnungskonform kaum durchführbar gewesen", sagte Scheiding zu seinem Entschluss. „Aus Infektionsschutzgründen habe ich mich dann komplett gegen Verkauf entschieden, auch wenn dieser sonst schon einen ordentlichen Teil im Jahresumsatz ausmacht."

Oberbürgermeister dankt Scheiding persönlich

Nun hat sogar Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal Scheiding in seinem Betrieb besucht, um dem Unternehmer für für seine Entscheidung zu danken. „Das ist ein absolut vorbildliches Verhalten, für das ich sehr dankbar bin. Es sollte für viele andere Ansporn sein“, sagte Thomas Westphal.

Dortmunds Oberbürgermeister hatte sich schon lange für ein coronabedingtes Verkaufsverbot von Böllern und Feuerwerkskörpern stark gemacht.

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