Schubert-Wettbewerb startet durch

2. Runde steht fest

Die berühmte Stecknadel – man hätte sie wieder fallen hören können gestern im Orchesterzentrum NRW. 26 Pianisten aus der ganzen Welt spielen dort seit Samstag um die Preise des 12. Internationalen Schubert-Wettbewerbs, der nach vier Jahren wieder in Dortmund ausgetragen wird.

DORTMUND

03.10.2011, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Daniel Seng aus Wuppertal ist einer der Teilnehmer des Schubert-Wettbewerbs - die erste Runde hat er überstanden.

Daniel Seng aus Wuppertal ist einer der Teilnehmer des Schubert-Wettbewerbs - die erste Runde hat er überstanden.

Finale im Konzerthaus
Die Finalrunde mit den Philharmonikern findet am Sonntag (9.10.), 18 Uhr im Konzerthaus statt. Die drei Finalisten spielen Adagio und Rondo von Schubert oder ein Mozart- oder Beethovenkonzert (15 €, Abendkasse).

 Das Riesenprogramm, das viele Pianisten, die sich angemeldet hatten, in letzter Minute abgeschreckt hat, war auch für Seng eine Herausforderung. „Das ist unglaublich, das sind ja fast drei Stunden Programm.“ Dortmund kannte der Pianist, der einer der jüngsten Teilnehmer ist, schon: „Ich hab‘ hier 2005 den van-Bremen-Wettbewerb gewonnen“, sagt er stolz. 60 Pianisten hatten sich beworben, 52 hatten die neun Juroren und der künstlerische Leiter Arnulf von Arnim ausgesucht, die Hälfte davon hat offenbar das Programm nicht geschafft. „Wir hatten schon mit dem Orchester-Pflichtstück einen Filter. Jetzt ist eine Mozart-Sonate als Pflichtstück in der dritten Runde hinzugekommen, da haben wohl einige gemerkt, dass sie dieses Riesenprogramm nicht schaffen“, meint von Arnim.

 Das Niveau der 26 Pianisten beschreibt der Klavierprofessor jedoch mit Superlativen: „Super, fantastisch, hervorragend. Wir werden noch wunderbare Dinge in dieser Woche erleben.“  Wir sind die Jury, die Gasteltern (sogar die, deren Teilnehmer abgesagt haben, sind gekommen) und das treue Stammpublikum des Wettbewerbs, das trotz des schönen Wetters im Saal saß. – Obwohl die Zuschauerzahl noch ausbaufähig ist, aber der Wettbewerb wird ja auch noch spannender.  

 Die Infrastruktur im Orchesterzentrum ist für die Pianisten besser als im Casino. An der Brückstraße gibt es fünf Flügel zum Einspielen sowie und zwei Steinways auf der Bühne zur Auswahl. 75 Prozent der Pianisten wählten bislang den linken, den neueren Flügel. 

Am Dienstag und Mittwoch spielen diese 18 Pianisten die zweite Runde des Wettbewerbs aus:Ah Ruem Ahn (Südkorea), Christian Chamorel (Schweiz), Mi-Jung Cho (Südkorea), Fumiyo Goshima (Japan), Chi Ho Han (Südkorea), Vadymn Kholodenko (Ukraine), Hunjae Francesco Kim (Südkorea), Chihiro Kubo (Japan), Akane Matsumura (Japan), Erina Morita (Japan), Mana Oguchi (Japan), Marios Panteliadis (Griechenland/Italien), Daniel Seng (Deutschland), Mikhail Shilyaev (Russland), Vyacheslav Tkach (Ukraine), Viller Valbonesi (Italien), Xiaoxi Wu (China), Pavel Yeletskiy (Weißrussland).

Finale im Konzerthaus
Die Finalrunde mit den Philharmonikern findet am Sonntag (9.10.), 18 Uhr im Konzerthaus statt. Die drei Finalisten spielen Adagio und Rondo von Schubert oder ein Mozart- oder Beethovenkonzert (15 €, Abendkasse).

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