Schüler untersuchen DNA

Ist die Kiwi näher mit einer Erdbeere oder mit einer Paprika verwandt?

11.06.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Frage, die die Schüler am Westfalen-Kolleg künftig mit Hilfe eines genetischen Fingerabdrucks klären können - dank einer 10 000 Euro-Spende der Rütgers-Stiftung und Fördermitteln der Sparda-Bank konnte die Schule jetzt modernste molekularbiologische Geräte für dieses Verfahren anschaffen. «Ein Gen-Labor für den Biounterricht? Diese Frage hat in der Schulkonferenz sofort Bedenkenträger auf den Plan gerufen. Aber bei uns sollen keine Schafe geklont werden», sagte Kollegleiter Dieter Röhrich gestern bei der Vorstellung des Projektes. Vielmehr gehe es darum, Nachwuchskräfte für den Bereich Naturwissenschaften auszubilden: «Dazu ist es wichtig, zukunftsweisende Technologien nicht nur theoretisch zu kennen, sondern selbst mit ihnen forschen zu können.» Neben der Herkunft der Kiwi sollen die Schüler auch herausfinden, ob in einer Putensalami tatsächlich nur Putenfleisch ist. «Die Erbinformationen müssen in einem auswendigen Verfahren selbst isoliert und aufbereitet werden, dann wird die DNA am Heisenberg-Gymnasium vervielfältigt, damit wir das charakteristische Muster hier sichtbar machen können», erklärt Biolehrerin Gabriele Gilles-Hellmer (Foto). weg Die Rütgers-Stiftung des gleichnamigen Chemieunternehmens fördert seit 1999 naturwissenschaftliche Projekte an allgemeinbildenden Schulen. Auch Einzelforschungen von Schülern können mit bis zu 10 000 Euro unterstützt werden - derzeit sind noch Fördergelder zu vergeben. Infos unter Tel. 0 23 05 / 70 56 77. www.ruetgers-stiftung.de

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