Schulcheck: Die Reinoldi-Sekundarschule setzt mehr auf Digitales als auf Kreide

mlzSchuljahr 2020/21

In der Reinoldi-Sekundarschule wird nicht nur von außen alles neu, sondern auch von innen. Die Digitalisierung steht dabei im Vordergrund – aber auch in der Cafeteria gibt es etwas Neues.

Westerfilde

, 10.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Reinoldi-Sekundarschule ist Dortmunds einzige Sekundarschule. Bei dieser Schulform handelt es sich um ein weiteres Angebot der Sekundarstufe I in NRW – also ohne Oberstufe. Neben der Gesamtschule bietet auch die Sekundarschule einen gebundenen Ganztag. Wir haben Eltern, Lehrer und Schüler zur Reinoldi-Sekundarschule befragt.

Das macht unsere Schule so besonders

Das sagt der Schülersprecher Harison Arifi: „Die Lehrerinnen und Lehrer nehmen sich besonders viel Zeit für Beratungen. Es wird nicht nur auf die Leistung, sondern auch auf das Wohlbefinden von uns Schülerinnen und Schülern geachtet.“

Darum würden Eltern die Schule empfehlen

Das sagt der Elternpflegschaftsvorsitzende Christian Mazurek: „Die Schule hat ein umfassendes Beratungsnetzwerk mit klaren Ansprechpersonen. Wenn die Klassenleitung nicht weiterhelfen kann, sind Schulsozialarbeiterinnen und Beratungslehrkräfte immer ansprechbar. Als Eltern haben wir die Möglichkeit, im ‚Koordinierungskreis‘ mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern an den uns wichtigen Themen zu arbeiten.“

So digital tickt unsere Schule schon heute

Das sagt der Schulleiter Christian Pätzold: „Durch die Raumnutzung der ehemaligen Realschule und Hauptschule nutzen wir momentan vier Computerräume. In neun Räumen sind die Tafeln durch Smartboards beziehungsweise Smart-TVs ersetzt worden. Im aktuellen Schuljahr werden wir unseren Neubau beziehen. Dann wird die moderne Ausstattung des Dortmunder Medienentwicklungsplans umgesetzt sein. Hierzu gehören interaktive Präsentationstechniken in den Klassenräumen und iPads für die Schülerinnen und Schüler.“

Schulcheck: Die Reinoldi-Sekundarschule setzt mehr auf Digitales als auf Kreide

Der Schulleiter Christian Pätzold. © Beate Dönnewald



Hier hat unsere Schule Nachholbedarf

Das sagt der Schulleiter Christian Pätzold: „Mit dem Bezug unseres Neubaus im aktuellen Schuljahr wird es durch zahlreiche Differenzierungsräume und offene Lernzonen deutlich einfacher werden, unser pädagogisches Konzept zum selbstständigen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler umzusetzen. Dazu werden wir weiterhin ansprechendes Lernmaterial auf unterschiedlichen Leistungsniveaus zusammentragen und entwickeln. Mit der neuen Cafeteria/Mensa möchten wir gerne verstärkt auf gesundes Essen und Müllvermeidung setzen. Wenn die Außenflächen neu gestaltet sind und die Zeiten einer durch Baumaßnahmen beengten Schulhoffläche vorbei sind, möchten wir wieder Möglichkeiten finden, unsere 14 wenig benutzten Gocarts in den Pausen einzusetzen.“

So berichtete die Presse über die Schule

In der jüngsten Vergangenheit ist die Reinoldi-Sekundarschule vor allem deshalb in der Presse aufgetaucht, weil sie in eine Gesamtschule umgewandelt werden soll. Dortmunds erste und einzige Sekundarschule ist 2012 an den Start gegangen. 2017 gewann sie den ersten Schulpreis NRW für ihr Projekt „Ausbildungspakt“. Mindestens 60 Schüler pro Jahr sollte die Schule aufnehmen. Während es im ersten Jahr deutlich mehr waren, ist die Zahl der neuen Schüler im laufenden Schuljahr auf knapp unter 60 gesunken. Dies sei das Ergebnis des Endes des Programms „Gemeinsames Lernen“, so Schulleiter Christian Pätzold. Denn so fehlen die Anmeldungen der Schüler mit Förderbedarf.

Der Bedarf an Gesamtschulplätzen wird dagegen in Dortmund immer größer. Deshalb wird nun überlegt, ob und wann die Sekundarschule eine Gesamtschule wird.

Auch wegen ihres Neubaus wurde in jüngerer Vergangenheit über die Sekundarschule berichtet. 2020 soll das neue Schulgebäude, das an modernes Lernen angepasst sein soll, fertig sein. Selbstlernzonen, eine Bibliothek und eine Dachterrasse sind Teil des neuen Gebäudes.

Ansonsten wurde über die zwei „Ursprungs-Schulen“ der Reinoldi-Sekundarschule berichtet: die Hauptschule Westerfilde und die Nikolaus-Kopernikus-Realschule, die im Jahr 2017 ihre letzten Jahrgänge verabschiedeten.

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