Schulcheck: Unterricht im Denkmal – die Jeanette-Wolff-Schule ist ein Lernort mit Charme

mlzSchuljahr 2020/21

Die Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt vereint die ehemaligen Hauptschulen Kirchlinde, Nette und Mengede. Hier erleben die Schüler modernen Unterricht in altehrwürdigen Mauern.

Mengede

, 23.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein hilfsbereites Kollegium und ein komplett saniertes, über 100 Jahre altes Schulgebäude, das unter Denkmalschutz steht – nicht nur das gefällt Eltern und Schülern an der Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt. Wir haben uns umgehört.

Das macht unsere Schule so besonders

Das sagt Schülersprecher Leon Sinovzik: „Die Vielfalt an Nationalitäten der Schülerinnen und Schüler ermöglicht uns einen Einblick in viele fremde Kulturen, dennoch gestaltet sich das gemeinsame Lernen sehr freundlich. Des Weiteren sind die Schulleitung und das Lehrpersonal ständig für die Schüler und Eltern ansprechbar. Durch unseren Berufsberater lernen wir, richtig Bewerbungen zu schreiben, und wir machen viel zum Thema Berufsorientierung.“

Darum empfehlen Eltern diese Schule

Das sagt Schulpflegschaftsvorsitzende Beatrix Glaser: „An der Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt haben meine beiden Söhne richtig Freude am Lernen. Besonders gut gefällt ihnen das AG-Angebot der Schule. Das gesamte Kollegium ist sehr nett, hilfsbereit und jederzeit ansprechbar. Schüler und Lehrer haben ein enges, vertrauensvolles Verhältnis. Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schulleitung ist sehr offen und konstruktiv. Alle wichtigen Informationen werden außerdem täglich auf der Homepage der Schule veröffentlicht. Meine Kinder gehen hier sehr gerne zur Schule.“

So digital tickt unsere Schule schon heute

Das sagt Schulleiterin Britta Oestreicher: „Unsere Schule wird im Laufe des ersten Schulhalbjahres 2019/20 im Zuge des MEP3 neu ausgestattet. Jeder Klassen- und Fachraum verfügt dann über einen Nahdistanzbeamer sowie entsprechende Projektionsflächen. Genutzt wird dabei Apple-TV als digitale Schnittstelle. Zudem wird es für jedes Stufenteam eine ausreichende Anzahl an iPads in rollbaren Klassencases geben. Darüber hinaus verfügt die Schule über einen zusätzlichen voll ausgestatteten Computerraum, einen Arbeitsplatz pro Klassen-/ Fachraum, sowie natürlich über W-Lan.“

Schulcheck: Unterricht im Denkmal – die Jeanette-Wolff-Schule ist ein Lernort mit Charme

Schulleiterin Britta Oestreicher. © (A) Stephan Schütze

Hier hat unsere Schule Nachholbedarf

Das sagt Schulleiterin Britta Oestreicher: „Da unsere Schule erst vor fünf Jahren komplett saniert wurde, gibt es in diesem Bereich keinerlei Bedarfe. Grundsätzlich fehlen uns jedoch mindestens vier Differenzierungsräume.“

So berichtet die Presse über die Schule

Besonders engagiert ist die Jeanette-Wolff-Schule im Kampf gegen Rechts. Damit machen Schüler und Lehrer der Namensgeberin ihrer Schule alle Ehre. Denn Jeanette Wolff war eine Jüdin, die den Holocaust überlebt hat.

Mit ihren drei Töchtern wurde sie in der Reichsprogromnacht in ein sogenanntes „Judenhaus“ in Mengede gebracht. Dieses Haus steht auch heute noch. An die geschichtliche Bedeutung erinnert ein „Stolperstein“. Ihr Mann Hermann Wolff wurde in das KZ Sachsenhausen verschleptt.

Zudem gehört Jeanette Wolff unter anderem zu den Mitbegründerinnen der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin. In einer kleinen Feierstunde im August 2014 wurde das neue Namensschild „Jeanette-Wolff-Schule am Mengeder Markt“ angebracht.

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2015 zeichnete die Städtische Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie die Jeanette-Wolff-Schule für Zivilcourage aus. Denn die Schüler entschlossen sich mit ihrer Kunstlehrerin spontan zu einer Gegendemonstration, als eine Kundgebung mit fremdenfeindlichen Inhalten vor ihrer Schule stattfand.

2016 machte die Jeanette-Wolff-Schüler mit einem besonderen Kunstwerk auf sich aufmerksam: Sie schmückten ihren Schulhof mit einem bunten Flickenteppich, an dem alle Klassen mitwirkten. Die Botschaft dazu lautete: „Unsere Schule ist bunt – und wir sind stolz darauf. Jeanette-Wolff-Schule gegen Rassismus und Hass“.

Kreativ war die Schule auch schon 2013: Damals gestalteten die Jeanette-Wolff-Schüler ihre Cafeteria neu. Sie verpassten dem Pausenraum unter anderem einen neuen Anstrich und eine mediterrane Optik, aus der Cafeteria wurde so eine Art Trattoria (italienisches Speiselokal).

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