Maske nur noch drinnen – das gilt an den Dortmunder Schulen ab Montag (21.6.). © picture alliance/dpa
Corona-Lockerung

Schulleiterin: Vermutlich werden etliche Masken in der Pause „kaputtgehen“

Was passiert in den Schulen, wenn man Masken nur noch drinnen tragen muss? Freuen sich nur die Schüler oder auch die Lehrer? Einige erwarten etliche Diskussionen.

Erst einmal ist da große Freude. „Da war ein Frohlocken zu spüren“, sagt Christel Stegemann. Noch bevor die Chefin der Albert-Schweitzer-Realschule in Nette so wie alle anderen Schulleiter die offizielle Mail vom Ministerium erhalten hatte, wussten es die Kinder und Jugendlichen.

Ab Montag (21.6.) müssen in den Schulen in Nordrhein-Westfalen nur noch drinnen Masken getragen werden, draußen nicht mehr. Das erleichtert nicht nur die Pause, sondern auch das Atmen im Sportunterricht – sofern er draußen geschieht.

„Kinder wollen Pausen wieder unbeschwert genießen“

Gut hat es, wer auf einen Sportplatz gehen kann, so wie die Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Huckarde. Einige Schülerinnen und Schüler hätten die Maske „freiwillig die ganze Zeit getragen“, bilanziert Schulleiterin Ilka Wandelt, die gleichzeitig auch für die Gesamtschulen in Dortmund spricht.

„Grundsätzlich begrüßen wir die Aufhebung der Maskenpflicht im Außenbereich“, unterstreicht sie – und sieht es ähnlich wie die Sprecher anderer Schulformen. „Ich finde das angemessen. Es passt zu den sinkenden Inzidenzen. Die Kinder wollen ihre Pause wieder unbeschwert genießen“, sagt etwa Markus Katthagen vom Immanuel-Kant-Gymnasium. Die Lehrer loben ihre Schüler ausdrücklich.

„Wir erwarten zahlreiche Diskussionen mit den Schülern“

Stundenlang Masken zu tragen, möge „belastend für die Kinder“ sein, findet Jutta Portugall von der Lieberfeld-Grundschule, „aber Kinder sind in vielen Sachen unproblematischer als Erwachsene.“ Diskussionen gebe es an den Grundschulen in Dortmund eher mit den Eltern als mit den Mädchen und Jungen in der Schule.

Bei den Älteren könnte das anders sein, erwartet Gesamtschul-Leiterin Wandelt: Für die Zeit ab Montag, wenn die Masken beim reingehen aufgesetzt werden müssen, „erwarten wir zahlreiche Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern. Vermutlich werden etliche Masken während der Pause ‚kaputtgehen‘, die wir dann aus unserem Fundus ersetzen müssen.“

„Würde mich freuen, wenn ein wenig Abstand gehalten wird.“

Realschul-Sprecherin Stegemann hat einen Wunsch: „Ich würde mich freuen, wenn ein wenig Abstand gehalten wird.“ Dass genau das nicht passiert, befürchten viele Lehrer. Doch: Corona sei schließlich noch nicht vorbei.

Gerade im Hinblick auf die Delta-Variante sagt Stegemann: „Bei aller Freude sollte man nicht vergessen, dass die Zahlen auch wieder hochgehen können.“ Dann hätte man Lockerungen wie die Pause ohne Maske leichtfertig verspielt.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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