Maske und Schultüte: Für viele i-Männchen an der Petri-Grundschule begann am Donnerstag ein neuer Lebensabschnitt. © Thomas Thiel
Grundschulen

Schultüte und Mundschutz: So lief die Einschulung mit Corona-Auflagen

Für viele Dortmunder i-Männchen ist am Donnerstag (13.8.) ein neuer Lebensabschnitt gestartet. Doch wie läuft die Einschulung in Zeiten von Corona ab? Wir haben eine Grundschule besucht.

Es war ein ganz besonderer Tag für 5361 Dortmunder Kinder. Der erste Schultag ihres Lebens. Doch auch dieser Donnerstag (13.8.) stand im Jahr 2020, wie so vieles, im Zeichen der Pandemie.

Bei den Feierlichkeiten an der Petri-Grundschule an der Beurhausstraße etwa wurden die neuen Schüler auf dem Pausenhof empfangen und nur die Eltern und kleinere Geschwister durften dabei sein.

Während der Veranstaltung mussten alle eine Maske tragen und auf den Mindestabstand achten. Trotzdem hat man das Beste draus gemacht.

„Schon im Kindergarten lief alles anders“

Viele Eltern und Angehörige haben sich die Feierlichkeiten natürlich anders vorgestellt. So auch das Ehepaar Laube, dessen Sohn Moritz an diesem Tag in der Petri-Grundschule eingeschult wurde.

„Schon im Kindergarten lief alles anders. Die ganzen Ausflüge und die Abschiedsfeier wurden abgesagt, man konnte sich von den meisten gar nicht verabschieden, das ist natürlich sehr traurig“, erzählt die Mutter.

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So waren die Einschulungen in Dortmund zur Coronazeit

Auch die Großeltern, die an der Nordsee wohnen und ihr Enkelkind ohnehin schon selten sehen, seien sehr traurig. „Sie wollten auch eigentlich in den Osterferien zu Besuch kommen, um mit dem Kleinen einen Tornister kaufen zu gehen“, erzählt sie weiter.

Diesen Besuch haben die Großeltern dann wegen Corona abgesagt. Daher habe das Ehepaar Laube ihrem Sohn schon früh erklärt, warum die Großeltern nicht kommen können und was es mit Corona auf sich hat.

Kind schon früh an Maske gewöhnt

Auch der Sohn von Katrina Bischoff-Yücesam wurde heute eingeschult. Sie hat sich die Einschulung ihres Sohnes auch anders vorgestellt und hätte gerne die ganze Familie dabei gehabt.

Sie selbst ist Krankenschwester und habe ihren Sohn bereits zu Beginn der Pandemie in Deutschland an die Maske gewöhnt. Er komme mit der Maske auch gut klar. Nach der Einschulungsfeier, so sagt sie, geht es dann nach Hause, wo die Großeltern schon auf ihren Enkel warten.

Die Feierlichkeiten zur Einschulung fanden auf dem Schulhof statt. © Thomas Thiel © Thomas Thiel

Vor dem Zaun des Schulgeländes beobachtet ein älteres Ehepaar die Feierlichkeiten. Sie sind Großeltern eines Mädchens, das heute eingeschult wird, erzählen sie.

Die beiden möchten namentlich nicht genannt werden. „In Anbetracht der aktuellen Situation, hat die Schule keine schlechte Lösung für die Einschulungsfeier gefunden“, meint die Großmutter.

Keine Eltern auf dem Schulgelände

Zu Beginn der Feierlichkeiten fand Schulleiter Juan Carlos Böck ein paar nette Worte, und kündigte die Schüler der vierten Klasse an, die für ihre neuen Mitschüler einen Tanz vorstellten. Nach einer Rede des Schulleiters ging es dann für die neuen Erstklässler erstmals in den Klassenraum.

Der Schulleiter erklärte den Eltern auch nochmal die Regeln, an die sich die Kinder im Schulalltag halten müssen. Bis zum Platz im Klassenzimmer müssen die Kinder eine Maske tragen, an jedem Eingang der Schule stehen Desinfektionsmittelspender bereit.

Die Eltern dürfen morgens nicht mit auf den Schulhof, dürfen ihre Kinder nur bis zum Tor am Rand des Schulgeländes bringen.

Lediglich vier von acht Schulklassen dürfen gleichzeitig in die Pause, jede Klasse hat einen begrenzten Bereich auf dem Pausenhof, wo sie sich aufhalten darf.

Zudem habe die Schule diesen Sommer eine Lernsoftware angeschafft, um die Kinder bei einer möglichen Schließung der Schule weiterhin unterrichten zu können.

Zeitversetzte Feierlichkeiten

Auch an der Liebig-Grundschule im Kreuzviertel fand die Einschulung mit einem besonderen Konzept statt. Die Einschulungsfeiern für die beiden Klassen wurden zeitversetzt auf dem Schulhof veranstaltet, erzählt Schulleiter Thorsten Buchholz.

Jedes Kind durfte drei Personen mitbringen, „das waren in fast allen Fällen dann die Eltern und ein jüngeres Geschwisterkind“, erzählt Buchholz. Er hatte die Eltern im Vorhinein darum gebeten, die Kinder an das Tragen einer Maske zu gewöhnen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2002 in Bochum geboren, aufgewachsen in Dortmund, BVB-Fan. Seit dem Abitur 2020 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Immer auf der Suche nach guten Geschichten am Puls der Stadt.
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Julien März

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