Schulweg bleibt gefährlich - Deutsche Bahn verschiebt Bautätigkeit

mlzSchulen in Dortmund

Es ist und bleibt ein gefährlicher Schulweg durch die Bahnunterführung an der Schweizer Allee. Bis 2024 sollte er sicherer werden. Doch die Deutsche Bahn hat etwas anderes vor.

Aplerbeck

, 29.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gesprochen wurde über die Bahnunterführung an der Schweizer Allee schon viel. Sie ist alt, eng und gefährlich. Ein Fußgängerweg ist praktisch nicht vorhanden, abgesehen von einem schmalen Teerstreifen.

Über den gehen an Schultagen täglich mehrere Hundert Schüler in Richtung Schulzentrum an der Schweizer Allee, wo sich das gleichnamige Gymnasium, die Albrecht-Dürer-Realschule und die Emscherschule befinden.

Um zumindest den Bring- und Abholverkehr ein wenig aus dem Teilstück vor den Schulen herauszuhalten, gibt es ein zeitweises Fahrverbot. Selbst eine Sperrung der Straße, genau an der Bahnunterführung, war schon Thema in Aplerbeck.

Anfang 2019 gab es erste Pläne

Diese „Sackgassenlösung“ kam aber in der Bevölkerung nicht so gut an und wurde daher verworfen. Einen großen Schritt in Sachen Schulwegsicherung schien es dann Anfang 2019 zu geben. Denn die Bahnunterführung an der Schweizer Allee gehört zu denen, die von der Deutschen Bahn als sanierungsbedürftig eingestuft worden sind.

Ein Neubau stand im Raum. Pläne dazu gab es auch schon. Die wurden auch der Stadt Dortmund und der kommunalen Politik vorgestellt. Jetzt macht die Deutsche Bahn aber scheinbar einen Rückzieher zumindest für einen nicht näher umrissenen Zeitraum.

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„Der Auszug aus der Datenbank Beschluss- und Antragsverfolgung Status

vom 10. Januar 2020 zeigt auf, dass die Deutsche Bahn die Erneuerung der

Eisenbahnunterführung Schweizer Allee bis auf Weiteres zurückstellt“, so Jan Gravert, Fraktionssprecher der SPD in der Bezirksvertretung Aplerbeck.

Zwei breite Gehwege geplant

2024 sollte das neue Bauwerk fertig sein. Auf beiden Seiten sollte es einen 2,5 Meter breiten Gehweg bekommen. Die Fahrbahn sollte einspurig bleiben und an der lichten Höhe von 2,7 Metern sollte sich nichts ändern.

Eine Erklärung sei vonseiten der Bahn nicht erfolgt, so Gravert. Und was nun? „Wir müssen alles daransetzen, um die Baumaßnahme vorzuziehen“, so Gravert. Denn das Problem würde ja nun weiter bestehen.

Kommt ein Auto, wenn sich Schüler zu Fuß oder mit dem Fahrrad in dem Tunnel befinden, wird es eng. Zudem sind ja auch beide großen Sporthallen an der Schweizer Allee durch diese Unterführung aus Richtung Süden kommend zu erreichen.

Ein zentraler Schulweg zum Schulzentrum

„Wir müssen jetzt den Weg auch über unserer Landtags- und Bundestagskandidaten suchen, damit die Bahn doch 2024 die neue Unterführung an der Schweizer Allee baut“, so Gravert. Denn man müsse sich im Klaren sein, dass es sich hier um den zentralen Schulweg zum Schulzentrum handele und hier müsse die Sicherheit vorgehen.

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