Schwan am Hafen stirbt an Verletzung durch Angelhaken

Verletzte Schwäne

Am Sonntag hat die Feuerwehr einen Schwan aus dem Kanal nahe des Hafens gerettet. Das Tier war durch einen Angelhaken verletzt und starb wenig später. Solche Fälle sind nicht selten.

von Rebekka Antonia Wölky

Dortmund

, 19.02.2019, 13:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einen verletzten Schwan haben Feuerwehrleute der Feuerwache Eving am Sonntag (17. 2.) am frühen Nachmittag aus dem Kanal in Hafennähe geborgen. Spaziergänger, denen das verletzte Tier aufgefallen war, hatten sie alarmiert. Ein mit neun Personen besetztes Löschfahrzeug war vor Ort, einer der Feuerwehrmänner schwamm in einem Eis- und Wasserrettungsanzug zu dem Schwan. Er fing das verletzte Tier ein und übergab es den Kollegen, die am Ufer auf ihn warteten. Der Schwan wurde daraufhin in die Obhut der Arche 90 gegeben.

Hilfe kam zu spät

Der Schwan hatte sich an einem Angelhaken verletzt und dabei sehr viel Blut verloren. Leider sei jede Hilfe zu spät gekommen, sagte Heike Beckmann, 1. Vorstandsvorsitzende der Arche 90. Schon bei der Bergung sei er mehr tot als lebendig gewesen, schließlich habe man ihn von seinem Leid erlöst.

„Solche Verletzungen sind leider keine Seltenheit. Angler verlassen oft ihre Angelstellen, ohne aufzuräumen und lassen alte Angelhaken einfach liegen“, so Beckmann. Gabriele Bayer, ebenfalls von der Arche 90, berichtet, dass im Bereich des Phoenix-Sees auch immer wieder Schwäne mit Steinen beworfen werden. Von wem, ist unklar.

Viele ausgesetzte Tiere

„Momentan finden wir außerdem besonders viele ausgesetzte Tiere. Es ist wirklich die Hölle los“, so Bayer. Erst kürzlich habe man mehrere Kaninchenjunge in einem Pappkarton gefunden. Und in Mengede sei eine kleine Katze mit ihrer Transportbox in ein Gebüsch geworfen worden. Der Hund eines Spaziergängers fand die Katze und die zertrümmerte Box inmitten von Plastikmüll.

Wer ein verletztes Tier bemerkt, sollte sich an Polizei oder Feuerwehr wenden.

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