Schweine verreckten in der Sommerhitze - Tierschützer: kein Einzelfall!

Tiertransporter-Skandal

Schreckliche Szenen auf der A2: Bei glühender Hitze starben Schweine in einem Tiertransporter. Laut Tierschützer kein Einzelfall, weswegen sie nun tätig wurden.

Dortmund

von Ameli Uszball

, 26.07.2019, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schweine verreckten in der Sommerhitze - Tierschützer: kein Einzelfall!

Die Feuerwehr versorgte die Tiere mit Wasser. Für drei Schweine kam jede Hilfe zu spät. © Polizei Dortmund

Als die Polizei am Dienstagabend auf der A 2 bei Dortmund einen Schweinetransporter kontrollierte, bot sich ihnen ein erschütternder Anblick. Keinem der 143 Tiere war eine Wasserversorgung gewährleistet worden. Die Tiere waren vollkommen dehydriert, hyperventilierten oder konnten schon gar nicht mehr stehen. Drei Schweine waren bei der Kontrolle schon tot.

Zwar war die Ladefläche belüftet, dennoch maßen die Polizisten Temperaturen von 40 Grad. Ohne Wasserversorgung können diese Temperaturen bei Schweinen, die nicht schwitzen können, schnell zum Tod führen.

Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Jetzt erstattet die Tierschutzorganisation wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Dortmund. Normalerweise dürfen die Tiere bis zu acht Stunden am Stück transportiert werden, doch der Normalfall ist, dass die Zeiten durch Ausnahmegenehmigungen viel länger sind.

Bei der Organisation sei man zwar entrüstet, aber nicht überrascht: „Die gravierenden Verstöße wie im Fall Dortmund sind keine Ausnahme, sondern die Regel“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei Peta.

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