Die Polizei sucht Zeugen, die einen Unfall auf der Hombrucher Straße gesehen haben. © picture alliance / dpa
Neue Spur

Senioren mit Waffe bedroht: Neue Spur zum falschen Paketboten

Die als Paketboten getarnten Männer, die ein Ehepaar in Dortmund mit einer Waffe bedrohten, konnten fliehen. Die Suche war bislang erfolglos. Jetzt gibt es vielleicht eine neue Spur aus einer Nachbarstadt.

Der schwere Raubüberfall in der Gartenstadt hat sich erst vor wenigen Tagen ereignet. Die falschen Paketboten verschafften sich am Donnerstag (24.6.) Zugang zum Haus eines Ehepaares. Die 78-jährige Frau wurde gefesselt und mit einer Schusswaffe bedroht.

Trotz Hubschrauber: Keine Spur

Der Mann konnte flüchten. Die Polizei setzte sogar einen Hubschrauber ein, um ihn zu finden – doch ohne Erfolg.

Jetzt gibt es neue Hinweise. Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit einer anderen Tat, die in einer Dortmunder Nachbarstadt passierte – und zwar ebenfalls am Donnerstag (24.6.).


Ähnlicher Fall in Nachbarstadt

Laut der Polizei Unna klingelten gegen 19.40 Uhr zwei vermeintliche Paketboten an der Haustüre eines Ehepaares in der Lessingstraße in Unna. Die 66-jährige Frau öffnete die Tür und wurde gleich an die Wand gedrückt, heißt es in einer Meldung der Polizei. Die Frau schrie, sodass ihr Ehemann, der sich zur dem Zeitpunkt in der Küche aufgehalten habe, ihr zur Hilfe kam.

Die zwei Männer flüchteten. Ähnlich ging ein als Paketbote getarnter Mann am Morgen gegen 10.25 Uhr in der Wiesnerstraße in Dortmund vor.

Am Abend konnte die Polizei die zwei Täter festnehmen.

„Es handelt sich um zwei polizeibekannte Brüder im Alter von 41 und 43 Jahren aus Rheine“, heißt es. Beide Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Die Polizei wird nun prüfen, ob es sich um dieselben Täter wie in Dortmund handelt.

Zum genauer Vorgehen will die Polizei jedoch nichts sagen. Nina Kupferschmidt, Polizeisprecherin in Dortmund: „Pauschal lässt sich das nicht beantworten.“ Generell vernehme man in solchen Fällen Zeugen, gleiche Spuren ab, schaue, ob ähnliche Tatwerkzeuge genutzt wurden und der Tathergang vergleichbar sei.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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