Die beiden Angeklagten neben ihren Verteidigern Ina Klimpke und Christian Isselhorst. © Jörn Hartwich
Landgericht

Sexueller Missbrauch: Vorwürfe gegen Vater und Sohn – Urteil steht fest

Zehn Monate mussten sich ein Dortmunder und sein Sohn wegen sexuellen Missbrauchs vor dem Landgericht verantworten. Zum Abschluss des Prozesses konnte nur einer der beiden erleichtert aufatmen.

Das Landgericht hat einen 65-jährigen Dortmunder wegen sexuellen Missbrauchs zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Mann hat nach Ansicht der Richter vor vielen Jahren Übergriffe auf mindestens eine Tochter einer früheren Lebensgefährtin verübt.

Die inzwischen erwachsene Frau hatte 2016 bei der Polizei Anzeige erstattet und schwere Vorwürfe erhoben. Danach sollte es bei gemeinsamen Ausflügen in den Harz oder auch bei Zelt-Übernachtungen zu Missbrauchshandlungen gekommen sein.

Auch der Sohn im Visier der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft hatte schließlich Anklage erhoben und dabei auch den Sohn des Mannes ins Visier genommen. Weil die Zeugin auch von Übergriffen in der Wohnung des Sohnes in Hombruch berichtet hatte, stand der Verdacht im Raum, dass der Filius seinem Vater die Wohnung bewusst für die unerlaubten Handlungen zur Verfügung gestellt haben könnte.

Das hatte der Sohn jedoch von Anfang an bestritten. Er sei zu der fraglichen Zeit sehr lange krank und deshalb gar nicht zu Hause gewesen, hatte er vor Gericht erklärt. Und wenn er doch gearbeitet habe, dann als Bäcker, weshalb er tagsüber viel Zeit schlafend verbracht habe.

Am Ende konnten die Richter dem Sohn keine Beteiligung an den Missbrauchstaten nachweisen. Er wurde deshalb von den Vorwürfen freigesprochen.

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