Sieben Strafanzeigen wegen Straßen-Prostutition

Ordnungsamt-Kontrollen

Das Ordnungsamt war wieder auf den Straßen der Nordstadt unterwegs, kontrolliert 132 Menschen. Unter anderem nahmen die Mitarbeiter Freier und Prostituierte ins Visier. Das Ordnungsamt will verstärkt Präsenz am Nordmarkt zeigen. Dafür haben die Mitarbeiter jetzt einen eigenen Rückzugsort.

DORTMUND

, 08.09.2014, 09:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein weißer Bauwagen dient jetzt als Rückzugsort für Mitarbeiter des Ordnungsamts am Nordmarkt.

Ein weißer Bauwagen dient jetzt als Rückzugsort für Mitarbeiter des Ordnungsamts am Nordmarkt.

Der Bauwagen soll je nach Witterungsbedingungen etwa zwei bis drei Monate am Nordmarkt stehen bleiben.

Innerhalb der Dienstzeiten des Ordnungsamts (10 bis 23.30 Uhr) sind die Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten dort.

Der Wagen verfügt über einen Tisch mit Sitzbänken sowie Elektrizität und fließendes Wasser.

52 Ordnungswidrigkeitsverfahren (OWi) werden nun wegen verschiedener Verstöße (Alkohol- oder Nikotinverzehr auf Kinderspielplätzen, Wegwerfen von Abfall in der Öffentlichkeit, Ausübung der Prostitution, Kontaktaufnahme zu Prostituierten) eingeleitet. Gegen sieben Prostituierte, die bereits zuvor ermahnt worden sind, wird nun ein Strafverfahren eingeleitet. Das Ordnungsamt hat angekündigt, Einsätze dieser Art in den nächsten Wochen zu wiederholen, auch mit Mitarbeitern in Zivilkleidung. 

Seit Anfang September sind 14 Mitarbeiter des Ordnungsamts verstärkt in der nördlichen Innenstadt unterwegs. Ein alter Bauwagen dient ihnen als Anlaufstelle direkt am Nordmarkt. „Viel Leben und Einsätze in der Nordstadt“ seien der Ursprung der Idee mit dem Bauwagen, erklärt Rechtsdezernentin Diana Jägers, die den Wagen jetzt offiziell in Betrieb genommen hat. Eine verfestigte Alkoholikerszene und erhöhtes Drogenaufkommen sind Gründe, weshalb das Ordnungsamt nun direkt eingreift. Es werden weniger Verwarnungen ausgesprochen und dafür Ordnungsverstöße direkt geahndet. Bußgelder für Rauchen oder Alkoholverzehr auf Kinderspielplätzen und häufig auch Urinieren in der Öffentlichkeit sind nur einige Beispiele.

„Wir wollen aber nicht nur repressiv, sondern auch vermittelnd eintreten“, so Diane Jägers. Deshalb stehe das Ordnungsamt vor Ort auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Bauwagen dient aber auch als Rückzugsort für Mitarbeiter der Behörde: „Wir können da vielleicht etwas zu trinken hinstellen oder uns mal zurückziehen, wenn es regnet“, sagt Sandra Lange vom Ordnungsamt.

Der Bauwagen soll je nach Witterungsbedingungen etwa zwei bis drei Monate am Nordmarkt stehen bleiben.

Innerhalb der Dienstzeiten des Ordnungsamts (10 bis 23.30 Uhr) sind die Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten dort.

Der Wagen verfügt über einen Tisch mit Sitzbänken sowie Elektrizität und fließendes Wasser.

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