So beliebt sind Dortmunds Stadtteile bei Bayern, Berlinern und Co.

Daten-Serie "Heimatkunde"

Die Hamburger lieben Hörde, die Sachsen zieht es nach Brackel - Dortmunds Stadtteile sind bei Menschen aus den anderen deutschen Bundesländern unterschiedlich beliebt. Für unsere Daten-Serie "Heimatkunde" haben wir nachgeschaut, wo die knapp 60.000 Bürger leben, die aus einem anderen Bundesland nach Dortmund gezogen sind.

DORTMUND

, 19.01.2016, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das vielleicht beliebteste bayrische Brauchtum in Dortmund: Beim Oktoberfest im Revierpark Wischlingen feiern jedes Jahr tausende Dortmunder - bestimmt auch ein paar gebürtige Bayern. Davon wohnen immerhin 4391 in der Stadt.

Das vielleicht beliebteste bayrische Brauchtum in Dortmund: Beim Oktoberfest im Revierpark Wischlingen feiern jedes Jahr tausende Dortmunder - bestimmt auch ein paar gebürtige Bayern. Davon wohnen immerhin 4391 in der Stadt.

Jeder zehnte Dortmunder (58.513 insgesamt) ist aus einem anderen Bundesland zugezogen. Die Zahl von 10.347 gebürtigen Niedersachsen zum Stichtag 31.12.2014 lässt sich durch die Nachbarschaft noch einfach erklären. Es folgt Sachsen-Anhalt (6238), vor Baden-Württemberg (5259), Sachsen (5000), Bayern (4391) und Rheinland-Pfalz (3783).

Mehr als 20.000 Dortmunder sind (inklusive Berlin) in einem der Bundesländer in Ostdeutschland geboren. Weitere 133.335 Personen stammen aus anderen NRW-Städten.

 

Jeder 100. Brackeler ist gebürtiger Sachse

Die Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB) nennt „berufliche Gründe“ als Hauptantrieb für innerdeutsche Migration. Miriam Brondies vom Dortmunder Statistikamt stützt das: „Wohnen folgt den Arbeitsplätzen. Meine These: Je mehr Arbeitsplätze es im Umfeld gibt, desto geringer ist der Einheimischen-Anteil.“

Wo lassen sich die Menschen nieder, die aus anderen Bundesländern nach Dortmund kommen? Sieben von 16 Ländern haben im statistischen Bezirk Kaiserbrunnen (Kaiserstraßenviertel, Körne, Funkenburg) ihre größte Gemeinschaft. Generell siedeln sich die innerdeutschen Migranten bevorzugt in den einwohnerstarken Innenstadtbezirken an. Es gibt ein paar Besonderheiten: Jeder 100. Einwohner im östlichen Stadtbezirk Brackel ist gebürtiger Sachse.

Die Hamburger zieht es in den Stadtbezirk Hörde, wo sie der Phoenix-See an die Binnenalster erinnert. Und wer aus Meck-Pomm (Mecklenburg-Vorpommern) kommt, der lebt am liebsten in Lüdo (Lütgendortmund).

Wie viele Menschen aus den einzelnen Bundesländern leben in Ihrem Stadtteil?

Karte mit R & Leaflet, Marie-Louise Timcke, Daten der Stadt Dortmund

So funktioniert die Karte: Klicken Sie auf die "+/-"-Symbole oben links, um in die Karte hinein- oder aus ihr herauszuzoomen. Oben rechts können Sie zwischen den einzelnen Bundesländern hin- und herschalten, um zu sehen, wie viele Hamburger, Thüringer, etc. in ihrem Stadtteil wohnen. Klicken Sie auf die farbigen Flächen, um mehr Informationen zu den einzelnen Stadtteilen zu bekommen. Neben der Anzahl der Menschen aus den einzelnen Bundesländern zeigen wir auch, wie viele Bewohner der jeweilige Bezirk insgesamt hat und wie viele gebürtige Berliner, Hessen, etc. es insgesamt in Dortmund gibt.

Unsere Serie Heimatkunde: Ein Daten-Porträt Dortmunds - das ist das Ziel unserer Serie "Heimatkunde". Dazu haben wir Dortmunds Bevölkerungsdaten seit der Jahrtausendwende ausgewertet. Wir beleuchten verschiedene Aspekte der Bevölkerungsentwicklung. Die Serienteile: "" (bereits erschienen), ""(bereits erschienen), "" (bereits erschienen), "Stammesland - die Spuren der anderen Bundesländer in Dortmund" (bereits erschienen) und "Kreuzviertel - wie hältst du's mit der Gentrifizierung?". Begleitet wird das Daten-Projekt von Reportagen in der Zeitung. Inspiriert wurde die Serie .

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