So prüft das Sozialamt die Ansprüche auf Pflegewohngeld und Taschengeld im Seniorenheim

Sozialamt

Wer Pflegewohngeld oder Taschengeld im Seniorenheim erhält, bestimmt das Sozialamt. Welche Unterlagen dazu nötig sind, erklärt das Sozialamt der Stadt Dortmund.

Mengede

, 12.09.2019, 14:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Pflegewohngeld und Taschengeld im Seniorenheim sind Sozialhilfeleistungen. Wer diese Gelder in welchem Umfang erhält, entscheidet das Sozialamt der jeweiligen Stadt.

„Die wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse des Antragstellers werden überprüft. Hierzu zählt auch etwaiger Vermögensverbrauch, welcher nachzuweisen ist“, erklärt Stadt-Pressesprecher Frank Bußmann auf Anfrage.

Das Sozialamt benötige dazu folgende Unterlagen:

  • Einkommensnachweise (aktueller Rentenbescheid, Lohnnachweise der letzten sechs Monate, Nachweise über weitere Einkommen)
  • Auskunft über das vorhandene Vermögen (Kontoauszüge aller Konten der letzten sechs Monate, Finanzstatus, aktualisierte Sparbücher, etc.)
  • Nachweis über bestehende Versicherungen (Lebens-, Sterbeversicherungen, Bestattungsvorsorge, etc.)
  • Familienbuch (leibliche Kinder, geschiedene Ehepartner)
  • ggf. Scheidungs-/Unterhaltsurteil
  • Nachweise über Immobilienvermögen (ggf. Belastungen, Mieteinnahmen)
  • Heimvertrag
  • ggf. Nachweis über verschenktes Vermögen der letzten zehn Jahre

Je nach Fall müssen weitere Unterlagen eingereicht werden.

Darum werden Anträge abgelehnt

In den meisten Fällen wird ein Antrag auf Pflegewohngeld oder Taschengeld abgelehnt, wenn die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse die Einkommensgrenzen oder Vermögensfreibeträge übersteigen. Das heißt, wenn ausreichend Privatvermögen da ist, um alle Kosten zu decken. Ist das Geld verbraucht, beispielsweise durch das Zahlen der Heimkosten, kann zu einem späteren Zeitpunkt ein Antrag bewilligt werden.

Ein weiterer Grund für die Ablehnung eines Antrages bestehe, wenn der Verbleib des Vermögens oder eines Teils davon nicht lückenlos aufgeklärt werden könne, so Bußmann.

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