So verschwindet eine alte Brücke über die Bundesstraße 1

mlzB1-Sperrung

Zwei Nächte und einen ganzen Tag ist die B1 in Dortmund in Höhe Sölde gesperrt. Eine Brücke wird abgerissen. Und das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Verkehr.

Dortmund

, 01.12.2019, 14:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sind nur noch Trümmer übrig. Mitten in der Nacht zu Sonntag hatte der Abbruch der alten Brücke am Buddenacker über die B1 begonnen. Die Überreste der Brücke liegen nun auf der B1-Fahrbahn. Die wurde dazu extra mit einem Sandpolster und Schutzplanken versehen, um Schäden zu vermeiden.

Der Grund für den Abriss: Die alte Brücke zwischen Aplerbeck/Sölde und Neuasseln ist zu schmal. Denn die Bundesstraße 1 soll zwischen Stadtkrone-Ost und dem Kreuz Dortmund-Unna von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. Dazu müssen auch die Brücken mitwachsen - beziehungsweise komplett erneuert werden.

Die Abbrucharbeiten stehen unter Zeitdruck. Spätestens um 5 Uhr am Montagmorgen (2.12.) soll die B1 rechtzeitig zum Start des Berufsverkehrs wieder für den Verkehr freigegeben werden. Entsprechend eng ist der Zeitplan für die Bauarbeiten. „Es läuft alles nach Plan“, berichtet allerdings Paul Rehbein von Bauherr Deges am Sonntagnachmittag.

Die Abbruchaktion hatte mit ersten Vorbereitungen am Samstagabend begonnen. Um 20 Uhr wurde die B1 in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. In Aplerbeck und Holzwickede sind die letzten Abfahrtmöglichkeiten. Der Fernverkehr wird über den Dortmunder Autobahnring umgeleitet.

Mehrere Bagger im Einsatz

Gegen 22.30 Uhr konnten dann die eigentlichen Abbrucharbeiten starten, die bis 6 Uhr dauerten. Danach musste der riesige Trümmerberg von der Fahrbahn geschafft werden. Gleich mehrere Bagger sind dazu im Einsatz.

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Brückenabriss an der B1

Die alte B1-Brücke am Buddenacker ist Geschichte. Am 1. Dezember wurde sie abgerissen. Dafür wurde die B1 in Höhe der Abfahrt Sölde vollgesperrt.
01.12.2019
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Ein Blick auf die Trümmer der alten B1-Brücke am Buddenacker.© Schaper
Ein Blick auf die Trümmer der alten B1-Brücke am Buddenacker.© Schaper
Ein Blick auf die Trümmer der alten B1-Brücke am Buddenacker.© Schaper
Gleich mehrere Bagger waren im Einsatz um die Brückentrümmer auf der B1 zu beseitigen. © Schaper
Gleich mehrere Bagger waren im Einsatz um die Brückentrümmer auf der B1 zu beseitigen. © Schaper
Gleich mehrere Bagger waren im Einsatz um die Brückentrümmer auf der B1 zu beseitigen. © Schaper
Gleich mehrere Bagger waren im Einsatz um die Brückentrümmer auf der B1 zu beseitigen. © Schaper
Nur Schutt und Trümmer bleiben von der Brücke. Die B1 war komplett gesperrt. © Schaper
Nur Schutt und Trümmer bleiben von der Brücke. © Schaper
Nur Schutt und Trümmer bleiben von der Brücke. © Schaper
Nur Schutt und Trümmer bleiben von der Brücke. © Schaper

Die Brücke am Buddenacker ist der erste sichtbare Bauabschnitt des Ausbaus. Vor etwa einem Jahr hatten die Arbeiten begonnen, im April wurden riesige Stahlträger als Unterkonstruktion für eine neue, breitere Brücke östlich der bestehenden montiert. Jetzt ist der neue Überweg fast fertig.

Für gut zwei Wochen bleibt die Verbindung über die B1 an dieser Stelle aber noch gekappt. Noch muss die Fahrbahn mit der fertigen neuen Brücke, die bereits begehbar ist, verbunden werden.

Staus auf Umleitungsstrecken

Der Abriss mit Vollsperrung der B1 war im Vorfeld auf Kritik gestoßen. Der Handel fürchtete die Folgen für Besucher aus dem Umland, die zum verkaufsoffenen Sonntag und zum Weihnachtsmarkt in die City wollen.

Staus gab es am Sonntag vor allem vor der B1-Abfahrt Holzwickede und auf den örtlichen Ausweichstrecken südlich des Flughafens und in Aplerbeck. 20 Minuten mehr mussten Autofahrer hier zeitweise einplanen.

Eigentlich hätte der Abriss der Brücke auch schon im Sommer stattfinden sollen. Doch der Brückenbau am Buddenacker hat sich um mehrere Monate verzögert, weil der Baugrund erst verfüllt werden musste.

Die eigentlichen Bauarbeiten zur Verbreiterung der B1 mit verengten und verschwenkten Fahrspuren sollen Mitte 2020 beginnen.

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