Die genaue Zahl der wöchentlich durchgeführten Corona-Tests ist kaum zu ermitteln – trotzdem nennt der Chef des Dortmunder Gesundheitsamtes jetzt eine Zahl. (Symbolbild) © dpa
Gesundheitsamt

So viele Corona-Tests gibt es pro Woche in Dortmund

Rund 600.000 Menschen leben in Dortmund. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind rund 1100 positive Corona-Testergebnisse bekannt geworden. Aber wie oft wird eigentlich getestet?

Täglich gibt die Stadt Dortmund seit den ersten bestätigten Corona-Fällen in Dortmund Anfang März bekannt, wie viele positive Testungen auf das Coronavirus ihr vom Gesundheitsamt gemeldet werden.

Die Menge der bekanntgegeben Positiv-Tests fällt dabei von Tag zu Tag höchst unterschiedlich aus.

Während am Samstag (18.7.) beispielsweise 16 Neu-Infektionen bekanntgegeben wurden, waren es an den beiden Folgetagen jeweils nur eine. Am Dienstag (21.7.) waren es dann wieder 9.

Doch wie oft wird in Dortmund überhaupt getestet? Diese Zahl nennt die Stadt in ihrem täglichen Update mittlerweile nicht mehr.

3.000 Untersuchungen pro Woche

„Die Testungen verteilen sich ungleichmäßig“, sagt Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes.

„Logischerweise wird am Wochenende weniger getestet“, sagt er. Das habe mit normalem Arbeitsalltag zu tun. Dass die Zahl der Testungen ähnlich unkonstant ist wie die bekanntgewordenen Neu-Infektionen, habe zudem auch schlicht mit den Entwicklungen des Infektionsgeschehens zu tun.

Beispiel: Wenn es einen großen Ausbruch gibt, gibt es auch mehr Tests. Ohne einen solchen Fall gebe es in Dortmund derzeit in der Regel pro Woche mindestens 3.000 Untersuchungen, sagt der Gesundheitsamts-Chef. Dieser Wert „wird eigentlich nie unterschritten.“

Großteil der Tests kommt aus den Kliniken

Bis zum 8. April gab die Stadt noch die Anzahl der täglich durchgeführten Abstriche in den beiden Testzentren am Klinikum Nord und am Stadion bekannt.

Einen Tag später teilte sie mit, dass man diese Werte künftig nicht mehr angebe, weil sie keine belastbaren Aussagen mehr zuließen. Zu vielfältig seien die Stellen, an denen Testungen vorgenommen werden.

Bis zum 15. Juni gab es am Klinikum Nord noch eine zentrale Stelle für Corona-Tests, im März wurde es installiert. Mittlerweile wird vielerorts getestet – am meisten präventiv in den Krankenhäusern. © Oliver Schaper (Archiv) © Oliver Schaper (Archiv)

So sagt Frank Renken jetzt im Juli, dass ein Großteil dieser 3.000 wöchentlichen Untersuchungen in den Krankenhäusern stattfinde. „2.200 bis 2.500 fallen auf die mittlerweile standardmäßigen Screenings in den Kliniken“, sagt er.

Seit dem 27. April wird beispielsweise jeder Patient bei stationärem Aufenthalt im Klinikum Dortmund auf Corona getestet, also unabhängig vom Grund des Aufenthalts. Auch in den Kliniken der St.-Johannes-Gesellschaft und dem Knappschaftskrankenhaus in Brackel gibt es diese präventiven Tests.

Die eigens errichteten Test-Zentren gibt es mittlerweile gar nicht mehr in Dortmund. Die erste Anlaufstelle für Corona-Tests, das Behandlungszentrum am Klinikum Nord, wurde am 15. Juni geschlossen. Das Testzentrum im Stadion schloss bereits am 20. Mai.

Eher grob bezifferte Renken am 12. Mai die Zahl der Tests, die an den beiden zentralen Stellen vorgenommen wurden, pro Tag auf 100 bis 150. Ähnlich grob hochgerechnet wären das Mitte Mai 700 bis 1050 wöchentliche Tests gewesen.

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Baujahr 1993, gebürtig aus Hamm. Nach dem Germanistik- und Geschichtsstudium in Düsseldorf und dem Volontariat bei Lensing Media in der Stadtredaktion Dortmund gelandet. Eine gesunde Portion Neugier und die Begeisterung zum Spiel mit Worten führten zum Journalismus.
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Wilco Ruhland

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