So viele Dortmunder arbeiten in Teilzeit oder in Minijobs

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Beschäftigten hat sich in Dortmund erhöht, die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen. Doch das hört sich besser an, als es ist.

Dortmund

, 19.08.2019, 11:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
So viele Dortmunder arbeiten in Teilzeit oder in Minijobs

Haushaltshilfen sind klassische Minijobber. Ihre Arbeit gehört damit zu den atypischen Beschäftigungsverhältnissen. © dpa (Symbolbild)

Teilzeitstellen, Minijobs, Nebenjobs, Leiharbeit, Werkverträge – all das gilt als „atypisches Beschäftigungsverhältnis“. Und davon ist in Dortmund mehr als jeder fünfte Beschäftigte betroffen. Obwohl die Arbeitslosenquote in Dortmund in den letzten Jahren insgesamt auf rund 10 Prozent zurückgegangen ist.

22,9 Prozent atypisch Beschäftigte weist die neueste Statistik des Landesbetriebs IT.NRW für Dortmund im Jahr 2018 aus. Das sind insgesamt 55.000 von 239.000 Menschen, die als Arbeitnehmer oder Selbstständige in Dortmund erfasst sind.

Besonders Frauen betroffen

Besonders hoch ist der Anteil der atypisch Beschäftigten bei den Frauen. Hier ist es mit 31,7 Prozent fast jede dritte, die in diese Kategorie fällt. Bei den Männern liegt der Anteil bei 15,1 Prozent.

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Immerhin ist der Anteil der atypisch Beschäftigten gesunken. 2017 lag er bei 23,7 Prozent. Mit aktuell 22,0 Prozent liegt Dortmund knapp über dem Landesdurchschnitt in NRW von 21,9 Prozent. Zu den atypisch

Beschäftigten zählen die Statistiker Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Arbeitsstunden je Woche, befristet oder geringfügig Beschäftigte sowie Angestellte bei Zeitarbeitsfirmen. Das sind in ganz Nordrhein-Westfalen insgesamt knapp 1,7 Millionen Menschen.

Politisch sind atypische Beschäftigungsverhältnisse umstritten. Während sie Gewerkschaften als Armutsrisiko sehen, verweisen die Arbeitgeber auf die Flexibilität, die diese Arbeitsformen abseits einer festen Vollzeitbeschäftigung bieten.

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