So wird es in Deutschlands größtem Geldspeicher aussehen

Bundesbank-Filiale in Aplerbeck

Deutschlands größter Geldspeicher nimmt immer deutlicher Formen an. Am Montag wurde das Richtfest für die künftig größte Filiale der Bundesbank direkt an der B1 gefeiert. Hinter dem Bauzaun und künftig hinter der Sicherheitsmauer entsteht ein imposanter Komplex - mit nüchterner Geldhalle und schicker Kantine. Wir zeigen Animationen aus dem Innern.

APLERBECK

, 03.04.2017, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll die Halle aussehen, in der künftig das Geld bearbeitet wird.

So soll die Halle aussehen, in der künftig das Geld bearbeitet wird.

Gefeiert wird auf dem Baugelände an der B1 im Jahres-Rhythmus: Mitte 2015 war Baubeginn, im vergangenen Jahr wurde der Grundstein gelegt. Jetzt wurde das Richtfest gefeiert. Ende 2018 soll der Baukomplex fertig sein, 2019 die Eröffnung der neuen Bundesbank-Filiale gefeiert werden, die dann den größten Geldspeicher Deutschlands beherbergt. Von hier aus werden dann 12 Millionen Menschen im Rhein-Ruhr-Gebiet mit Bargeld beliefert.

"Allein die Ausmaße des Rohbaus geben einen Hinweis, welche Bedeutung dieses Projekt für uns hat", sagte Johannes Beermann, der im Vorstand der Bundesbank für den Bereich Bau zuständig ist. In acht Monaten wurden 45.000 Kubikmeter Beton und 7000 Tonnen Stahl verbaut. "Das entspricht 300 stattlichen Einfamilienhäusern", rechnete Beermann vor. 

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So wird es im Bundesbank-Geldspeicher aussehen

Die neue Filiale der Bundesbank soll 2019 in Aplerbeck eröffnet werden. Animationen zeigen jetzt schon, wie es künftig dort aussehen wird.
03.04.2017
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So wird die Bundesbank-Filiale von der A40 aussehen.© Animation: agn
Das Verwaltungsgebäude der Bundesbank-Filiale.© Animation: agn
Das Foyer der künftigen Verwaltung.© Animation: agn
So soll die Halle aussehen, in der künftig das Geld bearbeitet wird.© Animation: agn
Luftig: die zukünftige Kantine.© Animation: agn
Die zukünftige Kleinkundenhalle.© Animation: agn
Das sogenannte "Gebäude C".© Animation: agn
Die Bundesbank wird durch eine Außenmauer und einen Wassergraben gesichert werden.© Animation: agn
Entspannungsraum: der Mitarbeiterhof.© Animation: agn
Das Verwaltungsgebäude bei Nacht.© Animation: agn
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300 Millionen Euro investiert die Bundesbank in den neuen Standort, der fünf bisherige Filialen im Rhein-Ruhr-Gebiet ersetzt. Vieles davon fließt in die Sicherheitsvorkehrungen, um den größten Tresor des Landes zu schützen. So ist das gesamte Gelände künftig nicht nur von einer Mauer, sondern auch von einem Wassergraben umgeben. 

Und im Innern steckt jede Menge moderne Technik. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele sprach deshalb auch davon, dass die neue Filiale nicht nur ein Bau- sondern auch ein IT-Projekt sei. "Der Tresor wird als Hochregallager angelegt, fahrerlose Transportsysteme sowie Förderbänder sorgen für den internen Transport der Banknoten. 15 hochmoderne Banknoten-Bearbeitungssysteme sortieren das Bargeld in Päckchen und Pakete, die vollautomatisch in Folie eingeschweißt und in den Tresor befördert werden."

Wie viel Bargeld in dem Lagergebäude der größten von künftig 31 Bundesbank-Filialen aufbewahrt wird, bleibt das Geheimnis der Bänker. Nur soviel: Allein von der neuen 50-Euro-Banknote, die ab diesem Dienstag ausgegeben wird, wurden 5400 Tonnen gedruckt - und nun, wie es Thiele ausdrückte "grammweise in Umlauf gebracht".

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