So wohnten die ersten Dortmunder Siedler

Ausgrabungen in Oespel

Die archäologischen Grabungen Im Weißen Feld, Brennabor-Straße, haben sich zu einem bemerkenswerten Erfolg entwickelt. Seit dem Frühjahr gräbt die Firma Archbau im Auftrag der Stadt Dortmund nach Spuren Dortmunder Siedler aus der Eisenzeit. Vor vier Wochen machten die Forscher dann eine große Entdeckung.

OESPEL

, 26.09.2014, 09:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Denkmal des Monats Oktober. Das Weiße Feld in Oespel.

Denkmal des Monats Oktober. Das Weiße Feld in Oespel.

Die Archäologen staunten, als sie eine erste Reihe von Pfostenspuren fanden. Sie erwarteten bei ihren Untersuchungen kleine Bauwerke aus der Eisenzeit, der letzten Jahrhunderte vor Christi Geburt. Stattdessen zeigte sich ein 40 Meter langes, 6,50 Meter breites, leicht trapezförmiges Gebäude, das der sogenannten Rössener Kultur zugeschrieben werden kann. Der Name leitet sich ab vom ersten Fundort Rössen im Landkreis Merseburg. Beim Fortgang der Ausgrabungen wurde die Überraschung noch größer, als unmittelbar am nordwestlichen Hausende ein zweiter Grundriss auftauchte. Ebenfalls ungefähr 40 Meter lang und 6,50 Meter breit, besaß er eine leicht gebauchte Form und ein inneres Konstruktionsgerüst aus mächtigen Pfosten, angeordnet in Dreierreihen. Beide Gebäude der Rössener Kultur am „Weißen Feld“ sind Nordwest-Südost orientiert. Nur jeweils eine Schmalseite ist damit der für unsere Gegend typischen Wind- und Regenrichtung ausgesetzt, die andere besitzt einen offenen, aber überdachten Vorraum. Die ersten Dortmunder waren also clevere Baumeister.

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