So wurde die Store-Eröffnung des Onlinehändlers fahrrad.de zum Erfolg

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550 Quadratmeter ist der neue Store von fahrrad.de im Indupark groß. Bei der Eröffnung am Freitagvormittag (26. Juli) war das viel zu klein.

Oespel

, 26.07.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Trend ist schon absurd. Zuerst sorgten Internetanbieter dafür, dass viele Einzelhandels-Geschäfte verschwanden. Dann entdecken die Onlinehändler, wie sehr ihre Kunden es genießen würden, das Produkt vor dem Einkauf auszuprobieren oder einfach anzufassen, und eröffnen ihrerseits physische Filialen.

Nach Branchen-Größen wie notebooksbilliger.de oder mymuesli.de folgt nun auch fahrrad.de diesem Trend. Am Freitag eröffnete fahrrad.de seine fünfte Filiale nach Hamburg, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf im Indu-Park an der Wulfshofstraße.

100 günstige Räder

Und diese Eröffnung hatte Folgen: Mehr als 100 Dortmunder haben nun ein neues Fahrrad. Denn fahrrad.de startete mit einem kräftigen Sonderangebot. Hundert Modelle des Fixie Inc. "Betty Leads" gab es mit 45 Prozent Rabatt. Das sorgte dafür, dass Marktleiterin Wiebke Landwehr den Vormittag an der Kasse verbrachte.

So wurde die Store-Eröffnung des Onlinehändlers fahrrad.de zum Erfolg

Wiebke Landwehr ist die Storeleiterin. © Holger Bergmann

Das ist eine bemerkenswerte Nachfrage für ein Fahrrad, das mit seinem Purismus glänzt. Es gibt nur einen Rahmen mit Rädern, Lenker und Pedalen, eine Schaltung oder ein Gepäckträger hat man sich gespart. „Ein City-Rad, nichts für lange Touren“, sagt deshalb Julia Heckmann vom fahrrad.de-Marketing.

Und Fahrradfreunde können sich auf weitere Sonderangebote freuen. Am Samstag (27. Juli) zum Beispiel gibt es stark reduzierte grüne und himmelblaue Hollandräder.

Wegweiser auf dem Fußboden

Der Dortmunder Store von fahrrad.de folgt einem einheitlichen Gestaltungsstil. Gänge sind weiß, Verkaufsflächen schwarz, zwischendurch gibt es rote Highlights. Vom Eingang aus führen beschriftete Linien den Kunden in die Abteilung, die er sucht, zur Werkstatt, der Zubehör-Abteilung, dem „Pick-up-in-Store“, wo Kunden ihre bestellten Fahrräder abholen können, und natürlich zu den Stadt-, Gelände- oder Rennrädern.

So wurde die Store-Eröffnung des Onlinehändlers fahrrad.de zum Erfolg

Auf 550 Quadratmetern präsentiert fahrrad.de rund 300 Fahrräder. © Holger Bergmann

Rund 300 Räder sollen immer im Geschäft vorrätig sein, aber fahrrad.de

betont seine Internet-Gene und verspricht, dass alle Räder bestell- und in das Geschäft lieferbar sind. Früher hat fahrrad.de bestellte Räder an die Kunden geschickt. Diese Option besteht weiterhin. Damit ist der Store eine Online-/Offline-Filale.

Das Dänische Bettenlager kommt später

Das neue Fahrrad-Geschäft belegt nur einen Teil der früheren Berlet-Filiale. Nebenan wird das Dänische Bettenlager einziehen. Die Verkaufsfläche beträgt 745 Quadratmeter und ist damit im Vergleich mit den anderen vier Filialen in Dortmund ein mittelgroßes Geschäft.

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