Gesperrte Sölder Straße: Diese Regel sorgt auf der Umleitung für Verwirrung

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Die Staus halten sich in Grenzen, doch die „Beinaheunfälle“ nehmen zu. Durch die Sperrung der Sölder Straße kommt es auf der Umleitung zu „Verständigungsschwierigkeiten“ bei Autofahrern.

Sölde

, 11.10.2019, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie am Ende die neue Unterführung aussehen wird, wird man 2020 sehen. Zurzeit sieht es so aus, als ob sie wie geplant gebaut wird: Zweispurig und mit einer Höhe von 4,20 Metern.

Die Vorarbeiten zum großen Unterführungs-Neubau laufen. Die Sölder Straße ist seit Montag (7.10.) gesperrt. Es wird zunächst den Versorgungsleitungen an die Rohre gehen, dann folgt der Abriss der alten Unterführung. Um die Arbeiten durchführen zu können, ist zeitweise die Sperrung der Sölder Straße notwendig.

Gesperrte Sölder Straße: Diese Regel sorgt auf der Umleitung für Verwirrung

Auf der Schlagbaumstraße hat sich in einer Fahrtrichtung die Vorfahrt geändert. © Jörg Bauerfeld

Es sind Umleitungen ausgeschildert. Doch scheint der Verkehr in Sölde noch nicht so zu fließen, wie angedacht. „Wir werden uns mit der Stadt noch einmal unterhalten müssen. Es muss an einigen Stellen nachgesteuert werden“, sagt Ute Mais. Mais ist Ratsmitglied der CDU, Sölderin und Mitglied bei den Sölder Vereinen.

Die Sölder Vereine tagten und besprachen die Probleme, die die Umleitung mit sich bringt. Und – dabei kamen durchaus kuriose Dinge ans Licht.

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Aus Richtung Sölderholz:

Laut Vereinsmitgliedern ist die Umleitung aus Richtung Süden unglücklich gelöst. Es fehle ein weiteres Hinweisschild, so die einhellige Meinung.

Das Problem würde schon an der Lichtendorfer Straße in Sölderholz beginnen. Statt den Verkehr schon dort nach Westen in Richtung Aplerbeck zu leiten, müssten die Autofahrer im Moment bis zur Tunnelbaustelle fahren und dann der Schwerter Straße folgen. „Ein großer Umweg“, so Ute Mais.

Aus Richtung Aplerbeck und nach Aplerbeck:

Hier wird der Verkehr über die Schlagbaumstraße aus Richtung Süden nach Sölde geführt. Und dort gebe es ein paar Maßnahmen, die für die Autofahrer gewöhnungsbedürftig sind, so Mais.

Da ist einmal die geänderte Vorfahrtsregelung von Aplerbeck aus. Während der Baumaßnahmen ist die Rechts-vor-links-Regel auf der Schlagbaumstraße aufgehoben - zumindest in diese Richtung.

Kurioserweise gilt von Sölde in Richtung Aplerbeck weiterhin Rechts-vor-links. „Die Schilder wurden aufgestellt und der Autofahrer muss sich auch daran halten“, sagt Ute Mais. Aber aufgrund des Gewohnheitseffektes würden die Ortskundigen immer noch an den Einmündungen bremsen, während die anderen hupend dahinter hängen würden. Vielleicht müsse man diese Vorfahrtsregelung noch einmal überdenken, so Mais.

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Eine weitere Information, die während der Vereinssitzung besprochen wurde: Es seien nicht alle Sölder gegen den Ausbau der Bahn-Unterführung wie die Bürgerinitiative, die schon an eine Klage gedacht hat. Der Umbau würde auch von zahlreichen Bürgern begrüßt, so Mais. Vielleicht auch, weil an der Sölder nach dem Umbau eine Tonnenbeschränkung auf 7,5 Tonnen und die Vergrößerung der Unterführung eingeführt werden sollen.

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