Sollen Wildgänse abgeschossen werden?

Ausnahmegenehmigung

Ein Jäger hat mit Ausnahmegenehmigung der Stadt 14 Kanada- und Nilgänse im Rombergpark geschossen. Sie belasteten das Ökosystem des Rombergparks ist eine Meinung. Der Naturschutzbund hingegen hält den Abschuss von 14 Wildgänsen für Unfug. Wie denken Sie? Stimmen Sie ab.

DORTMUND

von Von Volker Petersen

, 02.08.2011, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sollen Wildgänse abgeschossen werden?

Kanada-Gänse leben auch im Rombergpark. Ein Jäger hat mehrere von ihnen erschossen.

Der Vorsitzende des Dortmunder Naturschutzbundes (NABU), Dr. Erich Kretzschmar, äußerte Kritik.      Laut Auskunft von Stadtsprecher Michael Meinders gebe es nun noch 14 Tiere vor Ort. Die restlichen Vögel seien weitergezogen. Etwa 75 Kanada- und Nilgänse habe es im Rombergpark gegeben. Kretzschmar zweifelte diese Zahl gestern an. Er selbst zählte vergangene Woche maximal 30 Kanada-Gänse. Auch wenn man die Nilgänse hinzurechnete, käme man nicht auf 75 Tiere, so der Naturschützer.

Die Gänse hatten, so Meinders, den See des Parks in Beschlag genommen, Schwäne und Enten verdrängt und den See mit Kot verschmutzt. Der drohte deswegen sogar umzukippen – ein Fischsterben wäre die Folge gewesen. „Dass die Kanada-Gänse um diese Zeit ihr Brutgewässer verlassen, ist völlig normal“, sagt Erich Kretzschmer. Er ist sich sicher: Die Gänse werden zurückkehren. „Das geht jetzt jedes Jahr so“, sagt er, und: „Töten bringt nichts.“Kanada-Gänse wurden Ende der 60er Jahre in England und Skandinavien ausgesetzt und zogen später auch nach Deutschland. Nilgänse verbreiteten sich in ganz Nordwesteuropa nachdem 1966 aus dem Zoo von Den Haag sechs Tiere entflohen waren.  

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