Sollt ich meinem Gott nicht singen?

24.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seine Texte gehören zu den meist gesungenen deutschen Kirchenliedern. In diesem Jahr feiert er seinen 400. Geburtstag: Der evangelische Dichter Paul Gerhardt (1607 - 1676). Die evangelische Kirche feiert ihn wie einen Superstar; es gibt sogar Tassen und Bonbondosen mit seinem Antlitz. Auch die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) würdigt den Dichter und lädt am 13. Oktober zum "Klangfest des Glaubens" in die Innenstadt. Motto: "Lass die Engel singen".

"Wenn wir gefragt werden: 'Warum bekommt Paul Gerhardt hier so viel Aufmerksamkeit, der war doch nie in Westfalen!', sagen wir gerne: 'Jesus auch nicht'," schmunzelt Pfarrer Gerd Kerl, der als Leiter des Instituts für Aus- und Weiterbildung der EKvW das Fest vorbereitete. "Seine Werk beflügelt uns, Neues zu versuchen und viele Formen der Kunst mit dem alten Wort in Verbindung zu bringen".

Und so zeigen zwölf kostenlose Workshops, dass Paul Gerhardt nicht nur Chöre und Bläsergruppen inspirierte, "Ihm mit Herz und Mund zu singen", sondern auch zu rocken, swingen, jazzen, rappen und sich mit Tanz, Improvisationstheater und Pantomime auszudrücken. Außerdem können Kursteilnehmer auch Gerhardts kraftvollen Sprachfiguren oder die musikalischen Einflüsse seiner Zeit besser kennen lernen.

Mit offenem Singen, Kurzvorträgen und vielseitigem musikalischem Programm in der "Klingenden Kirche" hat auch das "Laufpublikum" von 11.30 bis 15.30 Uhr Gelegenheit, in aller Schnelle etwas von Paul Gerhardts Dichtkunst zu genießen. lis

"Klangfest des Glaubens" rund um die St. Reinoldi Kirche, 13. Oktober, Anmeldung (bis zum 30. September) und weitere Infos unter: www.paul-gerhardt-2007.de

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