Sparkassenberater gesteht Mord an Ehefrau

Schwurgericht

Kaltblütiges Geständnis im Mordprozess gegen Hans-Jürgen S. (56): Der frühere Vermögensberater der Dortmunder Sparkasse hat am Donnerstag vor dem Schwurgericht zugegeben, seine Ehefrau mit einer Hantel erschlagen zu haben, nachdem er zuvor bei der Sparkasse 250 000 Euro veruntreut hatte. Grund: „Ich wollte ihr eine Schande ersparen.“

DORTMUND

24.03.2011, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem er seine schlafende Ehefrau mit einer Hantel erschlagen hatte, hatte er ihr außerdem ein Messer in den Hals gestochen. Dann war er mit einem Mietwagen nach Hamburg gefahren. Die Leiche der 56-jährigen Frau wurde später von der Mutter entdeckt.Hans-Jürgen S. wurde wenige Tage nach der Flucht auf dem Parkplatz eines Hamburger Hotels festgenommen. Einen ernsthaften Selbstmordversuch hatte er bis dahin nicht unternommen.

Der Richter zeigte sich am Donnerstag von der Sachlichkeit und Emotionslosigkeit des Angeklagten überrascht: „Ist das nicht unfassbar, dass Sie so darüber sprechen können? Ich habe den Eindruck, als ob Sie das gar nicht berührt“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Meyer.

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