Spaziergang zum Rombergpark führt immer wieder vorbei an Müllbergen

mlzHacheneyer Straße

Der tägliche Spaziergang führt Rolf-Jürgen Spieker häufig auch Richtung Rombergpark. Und oft ärgert der Benninghofer sich maßlos - über Berge von Sperrmüll auf einem Parkplatz.

Hacheney

, 25.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rolf-Jürgen Spieker ist bedient: Regelmäßig kommt er auf seinem Spaziergang am Parkplatz zum Eingang des Rombergparks an der Hacheneyer Straße vorbei - und ärgert sich maßlos: „Ich kann es einfach nicht verstehen“, sagt er.

Das, was er nicht verstehen kann, ist, dass Menschen achtlos ganze Ladungen von Sperrmüll achtlos in die Landschaft kippen. Am letzten Wochenende fand der Benninghofer neben zahlreichen Müllsäcken auch über fünf Meter verteilt zerbrochene Möbelstücke, einen Küchenherd und eine Waschmaschine. „Das kostet 20 Euro, wenn man das einfach von Zuhause ganz legal abholen lässt“, sagt er.

Dieses Foto hat Rolf Jürgen Spieker an einem Wochenende gemacht. Tagsüber verstellen die zahlreichen PKW meist den Blick auf die Müllberge.

Dieses Foto hat Rolf Jürgen Spieker an einem Wochenende gemacht. Tagsüber verstellen die zahlreichen Pkw meist den Blick auf die Müllberge. © Spieker

Auf dem Parkplatz am Rande des Rombergparks ist tagsüber jede Menge los: Besucher des Rombergparks und des Zoos parken hier, und nebenan liegen Berufskolleg, Berufsförderungswerk und Kita.

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Aber nachts ist hier am Ende der Straße nichts los - was Menschen offenbar dazu verführt, hier ihren Dreck abzuladen. Rolf Jürgen Spieker jedenfalls sagt: „Hier liegt immer Müll.“ Tagsüber ist der kaum zu sehen, weil der Dreck von den Autos zugestellt wird.

EDG fordert auf, sich direkt im Unternehmen zu melden

Der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) sind solche Probleme leider nur zu vertraut. EDG-Sprecherin Petra Hartmann ermuntert Dortmunder wie Rolf-Jürgen Spieker, sich dennoch direkt an die EDG zu wenden: Entweder über die App „Dreckpetze“ und - wer die nicht bedienen mag - telefonisch über Tel. 9111111 oder per Mail an info@edg.de.

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Hartmann versichert, solche Hinweise würden auf jeden Fall bearbeitet: „Die Leute können davon ausgehen, dass das in der Regel innerhalb von 48 Stunden dort verschwindet.“ Manchmal allerdings stelle es sich als erforderlich heraus, schweres Gerät zu besorgen.

Hier geht's rein zu den Parkplätzen - und leider auch immer wieder zu wild in der Natur entsorgtem Müll.

Hier geht's rein zu den Parkplätzen - und leider auch immer wieder zu wild in der Natur entsorgtem Müll. © Britta Linnhoff

Dann könne es ein wenig länger dauern. Der abends und nachts verwaiste Parkplatz am Ende der Straße sei der „Klassiker“. Da gebe es dann einfach keine soziale Kontrolle. Meldungen über illegale Abfallablagerungen an dieser Stelle lägen der EDG aber nicht vor.

Parkplatz ist keine öffentliche Fläche sondern gehört zum Kolleg

Dazu komme in diesem Fall noch etwas anderes: Es handele sich bei dem Parkplatz um eine Privatfläche des Berufskollegs: „Das heißt, dass wir dort nicht ohne Weiteres die Abfallablagerung beseitigten dürfen. Für den Parkplatz ist die Stadt Dortmund beziehungsweise die städtische Immobilienwirtschaft zuständig, die hier entweder selbst tätig werden müsste oder uns einen entsprechenden Auftrag erteilen müsste“, so Hartmann. Was die Sache nicht unbedingt einfacher macht.

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