Spitzen-Tanz der Eleven

Die großen klassischen Choreografien, die Marius Petipa im 19. Jahrhundert den ersten Solisten auf die Füße choreografiert hat, sind immer noch das Einmaleins für junge Tänzer. Und dieses Einmaleins beherrschen die Eleven des Dortmunder Balletts ganz vorzüglich.

23.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum ersten Mal stellten sich gestern sechs der 18- bis 21-jährigen Schüler auf einer großen Bühne, im Schauspielhaus, vor - und begeisterten mit Technik, Ausstrahlung und Frische.

Max Fieldmose Zachrisson ist einer der zwei ersten männlichen Eleven von Ballett-Chef Xin Pen Wang. Ein vielseitiger Tänzer, der Hebefiguren im Pas-de-deux mit Alicia Beck aus Adams "Le Corsaire" ebenso gut beherrschte wie saubere Sprünge in Delibes "Coppélia".

Eine reizende Ausstrahlung hatte die strahlende Reina Amakasu als Bauernmädchen aus Adams "Giselle" - leichtfüßig tanzte sie dies Solo, das technisch zu den schwersten der Matinee gehörte. Originelles brachte Eriko Abe im spanischen Pas-de-deux mit einem Tamburin auf die Bühne. Spitzentanz mit sauber gedrehten Pirouetten zeigten auch Johanna Fösterling und Ina Lesnakowski; Alicia Beck hatte sich mit dem Solo aus "La Bayadère" eine Petipa-Choreografie mit besonders schweren Schrittfolgen ausgesucht.

Zur guten Ausbildung an Xin Peng Wangs Tanzakademie gehören auch Modern Dance und neoklassischer Tanz. Der Hamburger Antonin Comestaz hat mit der Eleven-Compagnie seine Uraufführung "Sauvé par le gong" in einem nur viertägigen Workshop einstudiert. Schön synchron getanzt war diese "Entdeckung des Raums".

Spitzentanz und Elemente des Modern Dance hat die Dortmunder Primaballerina Monica Fotescu-Uta in ihrer Uraufführung verbunden. In Soli und wechselnden Ensembles stellten sich die Eleven hier perfekt im Ensembletanz vor. "Eine kleine Gala vor den großen nächste Woche", freuten die Mitglieder des Förderkreises Eleven und der Internationalen Tanzakademie der Auslandsgesellschaft als Unterstützer. JG

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