Sprechstunde in der Moschee

Dortmund Nah am Menschen ist die Beratungsstelle Westhoffstraße des Sozialen Zentrums seit Jahren - seit Januar 2009 hat sie ihr Angebot ausgeweitet und lädt zur offenen Sprechstunde in die Zentralmoschee Kielstraße ein.

von Ludwig Overmann

, 10.03.2009, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sprechstunde in der Moschee

Bundestagsabgeordnete Ulla Burchardt (r.) informierte sich im Sozialen Zentrum Westhoffstraße über neue Projekte; mit ihr im Gespräch (v.r.): Dorothea Hoberg-Dobrindt, Saniye Özmen, Günther Ziethoff, Ayten Kaya, Walter Klamser und Taner Ucar

Zunächst waren es vor allem junge Mütter, die Rat in Sachen Kindererziehung. Sie haben z.B. Schwierigkeiten, Familie und Beruf  unter einen Hut zu bringen, inzwischen werden Schwierigkeiten zwischen Ehepaaren angesprochen und vereinzelt finden auch türkische Männer den Weg zu den Beraterinnen Ayten Kaya (in türkischer Sprache) und Dorothea Hoberg-Dobrindt (berät auf Deutsch). Sie bemühen sich in wöchentlichem Wechsel, schnell und unkompliziert zu helfen.

Neben Erziehungsfragen spielen Paarkonflikte eine Rolle; darüber hinaus tun sich viele Fragen zur Lebensbewältigung auf. Im Bedarfsfall steht den Ratsuchenden nicht nur der Termin in der Moschee zur Verfügung, weitere Gespräche können in der Beratungsstelle an der Westhoffstraße vereinbart werden. Ulla Burchardt sprach das Problem türkischer Jugendlicher an, die durch ihr Verhalten in der Öffentlichkeit auffielen.

Das Beratungsangebot wird zunächst für ein Jahr aus dem Topf "Soziale Stadt" finanziert. So wünschenswert dieses Bespiel gelingender Integration auch sei - einer Ausweitung auf die anderen zehn Moscheen im Dortmunder Stadtgebiet sei aus kostengründen derzeit nicht denkbar, waren sich die Gesprächsteilnehmer einigt .

Lesen Sie jetzt