Psychiatrie

Spürbare Auswirkungen der Pandemie: LWL-Klinik sucht Nachwuchspersonal

Da die Bewerberzahlen zurückgehen, wirbt die Psychiatrie mit einer Kampagne für Nachwuchskräfte in der Fachpflege. Die Direktoren nennen einen Grund für das schlechte Image des Berufs.
Potentieller Ausbildungsort: Die LWL-Klinik in Aplerbeck sucht Nachwuchskräfte. © LWL

Bisher sind es gerade acht angehende Fachpflegekräfte, die im Februar ihre dreijährige Ausbildung in der LWL-Klinik antreten. Deswegen reagiert die Leitung mit einer Werbekampagne, um Nachwuchskräfte zu erreichen, wie Frank Tafertshofer von der LWL-Klinik verrät: „Die Kliniken planen eine größere Aktion.“

Plakate im Stadtgebiet sollen darauf hinweisen, dass weitere Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn zum September 2022 erwünscht sind. Denn die aktuelle Pandemie habe am Image des Berufsbildes gekratzt, so Yvonne Auclair, die Pflegedirektorin der LWL-Klinik: „Dabei ist der Beruf nach wie vor attraktiv.“

Stress-Level nicht so hoch wie in anderen Kliniken

Auszubildende erwarte ein anderer Alltag als etwa in der Intensivpflege, so Auclair: „Gerade in psychiatrischen Kliniken wie der unseren ist das Stress-Level nicht gestiegen. Wir kümmern uns hier neben somatischen Eingangsuntersuchungen in erster Linie um die seelischen Bedürfnisse der Patienten. Und das sehr professionell und mit genügend Raum für therapeutische Gespräche.“

Absolventen der LWL-Akademie qualifizieren sich als Pflegefachkraft und erwerben dabei laut Auclair Kompetenzen, die auch in somatischen Kliniken gefragt seien. Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Ausbildungsjahr bei 1.000 Euro.

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