Ziehen 2021 wieder Kinder mit Laternen durch Dortmund? Zumindest was den Westfalenpark angeht, gibt es eine Tendenz. © dpa
Corona-Schutz

St. Martin 2021: Welche Regeln gelten für Schulen, Kitas und Westfalenpark?

Laterne, Laterne – ist dieser Gesang 2021 wieder möglich in Dortmund? Falls ja: Welche Regeln gelten dann für Kitas und Schulen? Und was ist mit der großen Veranstaltung im Westfalenpark?

Wir wissen ja gar nicht, was sich bis November noch ändert“, sagt Jutta Portugall. Die Leiterin der Lieberfeld-Grundschule in Wellinghofen ist Sprecherin für die Grundschulen. Und sie weiß: Irgendwo zwischen Klasse eins und vier verläuft die Grenze.

Freuen sich die Mädchen und Jungen in den Kindergärten normalerweise schon lange vorher auf den Laternenumzug, hat St. Martin für die Erst- und Zweitklässler oft auch noch eine große Bedeutung. Bei den Größeren aber schwinde dann die Begeisterung.

„Zurückhaltung gerade in Brennpunkten“

2020 jedenfalls war für alle eins gleich: Die Veranstaltungen fielen der hohen Corona-Inzidenz zum Opfer. Und 2021? „Wenn es eine Außenveranstaltung ist“, vermutet Portugall, könne das klappen. Zumal die Schulgemeinschaften beziehungsweise die Kita-Kinder, Erzieher und Eltern ja unter sich blieben.

„Ich hatte heute Morgen noch Gespräche dazu mit zwei Kita-Leitungen“, sagt Jochen Schade-Homann, Pfarrer und zuständig für die evangelischen Kindergärten in Dortmund. „Gerade in Brennpunkten gibt es noch eine gewisse Zurückhaltung.“

Ende Oktober gibt es eine neue Verordnung

Soll man sich trauen? Oder wird ein fröhliches Laternenfest zum Superspreader-Event? „Ich nehme wahr, dass alle noch sehr vorsichtig sind.“ Und volle Spannung auf Ende Oktober.

Dann läuft die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes NRW aus. Dementsprechend kann die Stadt Dortmund aktuell noch keine definitiven Antworten zu St. Martin geben.

Erst ab 2500 Teilnehmern greift die 3G-Regel

„Änderungen sind jederzeit möglich“, unterstreicht Stadtsprecher Christian Schön. Man müsse abwarten, „welche Regeln vor den Martinsumzügen Anfang November wirklich gelten werden und dann schauen, ob es Vorgaben gibt oder Empfehlungen dann sinnvoll sind“.

Bei der aktuellen Rechtslage spricht recht wenig gegen Umzug oder Fest: Bei bis zu 2500 Teilnehmern seien lediglich die allgemeinen Verhaltensregeln zum Infektionsschutz der Anlage ‚Hygiene- und Infektionsschutzregeln‘ zur CoronaSchVO als Empfehlung zu beachten“, so Stadtsprecher Schön.

Die 3G-Regelung gelte erst bei mehr als 2500 Teilnehmern. Das Maskentragen werde ja generell empfohlen, wenn der 1,50-Meter-Abstand nicht eingehalten werden könne. Strenge Regeln für St. Martin? Pfarrer Schade-Homann würde sich darüber wundern.

Westfalenpark rechnet mit 1500 St.-Martins-Besuchern

„Wenn wieder 67.000 Menschen ins Stadion dürfen, wenn es auch bei den Gottesdiensten wieder Lockerungen gibt, dann wäre es schon überraschend.“ So bleibt zunächst die einzige Pflicht: Umzüge müssen angemeldet werden. Die Zahlen dazu aus dem Ordnungsamt spiegeln die Lage wider.

Waren bis vor den Ferien dortmundweit nur acht Martinsumzüge angemeldet, sind es in dieser Woche schon 21 gewesen. Der größte, einmal mehr: der im Westfalenpark, am Freitag, 12. November, ab 16.45 Uhr. Spielmannszüge und Fackelträger sind dabei, wenn es bis zur Seebühne geht, wo St. Martin seinen Mantel mit dem armen Bettler teilt.

Der Eintritt: 2,50 Euro. Erwartete Teilnehmerzahl: 1500 Menschen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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