Staatsanwalt sicher: Autodiebe waren auf Toyota und Mazda scharf

Prozess am Landgericht

Eine Bande von Autodieben soll es bundesweite auf die Marken Mazda und Toyota abgesehen haben. Gegen zwei mutmaßliche Mitglieder wird jetzt in Dortmund verhandelt.

Dortmund

, 13.09.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Staatsanwaltschaft ist sicher, dass die beiden 37-jährigen Männer, die seit Donnerstag auf der Anklagebank sitzen, nicht alleine unterwegs waren. Insgesamt sollen ab Anfang 2018 mindestens neun Diebe darauf erpicht gewesen sein, nachts Modelle der Marken Mazda und Toyota zu stehlen, um sie anschließend mit gefälschten Kennzeichen außer Landes zu bringen. Osteuropa war angeblich das Ziel.

Die Serie startete im Januar 2018 in Hamm. Nachts sollen die Autodiebe auf das Gelände eines Autohauses geklettert sein, um erst einmal mit lautem Krach einen Sperrpfosten an der Ausfahrt zu entfernen. Bevor sie jedoch den ersten Wagen vom Hof fahren konnten, hatten sie mit ihrem Lärm so viel Polizei angelockt, dass sie ohne Beute die Flucht ergriffen.

Jetzt lesen

In den Wochen und Monaten danach soll die Bande dann in Köln, Wuppertal und Hamburg zugeschlagen haben. Immer dann, wenn sie Fahrzeuge erfolgreich aufgebrochen hatten, wurden diese in einer Tiefgarage in der Nähe zwischengelagert, um sie später in Ruhe abholen zu können.

Die Angeklagten gerieten deshalb ins Visier der Ermittler, weil zwei ihrer mutmaßlichen Komplizen auf frischer Tat ertappt worden waren und bei der Polizei auspackten. In mehreren Vernehmungen nannten sie die Namen ihrer mutmaßlichen Komplizen sowie mögliche Einsatzzeiten und –orte.

Der Prozess vor dem Dortmunder Landgericht wird fortgesetzt.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Elfeinhalb Jahre Haft möglich

„Pfarrhaus-Prozess“ nach brutalen Überfällen: Angeklagter (44) legt spätes Geständnis ab