Stadt äußert sich zum Rassismus-Vorfall am Dortmunder U

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Am Samstag (19.9.) wurde eine Dortmunder Studentin am Dortmunder U rassistisch angefeindet. Sie teilte die Geschichte auf Instagram. Nun äußert sich die Stadt zu den Vorfällen.

Dortmund

, 24.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Studentin Emiliana wurde am Samstag (19.9.) in der Nähe des Dortmunder U Opfer rassistischer Anfeindungen. Nun hat die Stadt als Betreiberin des Museums zu dem Vorfall Stellung genommen.

Zusammen mit Freunden habe Emiliana gegen 21.40 Uhr auf den Treppen am U gesessen, schildert sie. Als Emilianas Freunde sich auf den Weg zu einer naheliegenden Pizzeria gemacht haben, sei sie alleine auf den Treppen geblieben, um auf die Taschen aufzupassen.

Etwa 60 Menschen sollen sich im Umfeld der Treppe zwischen dem ehemaligen Skatepark Utopia und dem Dortmunder U aufgehalten haben. Kurz nachdem Emiliana allein zurückgeblieben sei, seien zwei alkoholisierte Männer im Alter zwischen 30 und 50 auf die Studentin zugekommen und haben sie aufs Übelste rassistisch beleidigt. Emiliana bezeichnet sich selbst als Deutsche mit afrikanischen Wurzeln.

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Emiliana veröffentlichte die Geschichte auf Instagram

Emiliana hat auf Instagram etwa 1500 Follower, also Personen, die ihre Bilder und Posts regelmäßig verfolgen. Auf dieser Plattform machte Emiliana die Geschichte dann auch publik und erreichte damit eine große Aufmerksamkeit.

Auch die Stadt Dortmund hat Donnerstag (24.9.) auf den Vorfall reagiert und zeigte sich in der entsprechenden Mitteilung empört. Sie kritisiert das Geschehene scharf.

Empörung seitens der Stadt

In der Pressemitteilung heißt es: „Das Dortmunder U ist ein Zentrum für Kultur und Kreativität und – damit eng verbunden – für Weltoffenheit und Vielfalt.“ Alle am Dortmunder U beteiligten Partner stellten sich ausdrücklich gegen Rassismus.

Kulturdezernent Jörg Stüdemann lässt mitteilen: „Wir sind empört über diesen Vorfall und grenzen uns nicht nur im Dortmunder U, sondern stadtweit scharf gegen jede Form von Rassismus ab. Antirassismus gehört untrennbar zu unserem Selbstverständnis.“

Bereits am Mittwoch positionierte sich der U-Turm weithin sichtbar mit der mittlerweile bekannten von Künstler Adolf Winkelmann gestalteten Botschaft auf der Dachkrone: „Ich der Turm fand schon damals Nazis voll uncool“.

Die Polizei Dortmund hat derweil Ermittlungen in dem Fall aufgenommen und bittet Zeugen des Vorfalls, sich zu melden.

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