Die Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Thomas Westphal (vorne links) will weiterhin nach festgelegter Reihenfolge impfen. © Stephan Schuetze (Archiv)
Fehlender Impfstoff

Stadt Dortmund setzt sich beim Land für neue Impf-Priorisierung ein

Die bundesweite Corona-Impf-Priorisierung läuft am Montag (7.6.) aus. Die Stadt Dortmund findet das nicht richtig. Deshalb gibt es bereits Gespräche zu neuen Regeln.

Der Corona-Impfstoff ist äußerst begrenzt, zahlreiche Termine mussten kürzlich abgesagt werden. Gleichzeitig fällt am Montag (7.6.) aber die Priorisierung, die besagt, welche Gruppen zuerst geimpft werden sollen. Damit trotzdem bestimmte Personen zuerst an die Reihe kommen können, setzt sich die Stadt Dortmund für eine neue Regelung ein.

NRW könnte eine eigene Priorisierung bestimmen

„Durch den Wegfall der Impf-Priorisierung des Bundes hat das Land NRW jetzt wieder die Möglichkeit, eigenverantwortlich eine Impf-Priorisierung für besondere Gruppen vorzunehmen“, erklärt Stadtsprecher Christian Schön. Obwohl die Bundesregierung das Vorgehen ändert, könne es in Nordrhein-Westfalen also trotzdem weiterhin eine eigene Reihenfolge geben.

„Die Stadt Dortmund steht bereits im Dialog mit dem Land NRW“, so Schön. Ziel sei es etwa, sicherzustellen, dass alle Wahlhelfer rechtzeitig zur Bundestagswahl geimpft werden können.

Dortmunds Krisenstabs-Chefin Birgit Zoerner hatte vor einigen Wochen bereits ihr Unverständnis darüber geäußert, die Priorisierung abzuschaffen, bevor alle zuvor priorisierten Gruppen geimpft wurden. Zahlreiche Betroffene warten noch auf ihre Termine.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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