Stadt flickt Schlaglöcher unbürokratisch

Oespeler Sportvereine ärgern sich über Pfützen

Das Parken am Dorney-Sportplatz war aufgrund der Schlaglöcher jahrelang eine gefährliche Angelegenheit. Als sich die Vereine an diese Zeitung wenden, reagiert die Stadt umgehend.

OESPEL

, 22.12.2017, 10:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jahrelang und bis Donnerstag war der Parkplatz am Dorney-Sportplatz ein Graus für Fußgänger und Autofahrer. Kurt Brüggemann (v.l.), Joachim Hauerken, Heinz-Dieter Oldendorf und Wilfried Karmann zeigen, dass einige Schlaglöcher über zehn Zentimeter tief waren.

Jahrelang und bis Donnerstag war der Parkplatz am Dorney-Sportplatz ein Graus für Fußgänger und Autofahrer. Kurt Brüggemann (v.l.), Joachim Hauerken, Heinz-Dieter Oldendorf und Wilfried Karmann zeigen, dass einige Schlaglöcher über zehn Zentimeter tief waren.

Das Schlüsselerlebnis hatte Joachim Hauerken (70) in der vorangegangen Woche. Nach einem Spiel, es dämmerte bereits, sah er ein Kind über den Parkplatz gehen. Ein Auto parkte aus, ohne auf das Kind zu achten. Er rief dem Kind eine Warnung zu, es sprang beiseite, der Fahrer hatte nichts mitbekommen. Hauerken selbst war durch das Geschehen so abgelenkt, dass er nicht auf den Boden achtete in eine mit Wasser gefülltes Schlagloch trat. Als er mit schmerzender Verse, nassen Füßen und aufgeregt vom Beinahe-Unfall auf dem Parkplatz stand, hatte er eine Entscheidung getroffen: „Es reicht“.

Zwei Schwachpunkte

Der Vorfall zeigt zwei Schwachpunkte des Parkplatzes: Er ist unbeleuchtet und in einem baulich katastrophalen Zustand. „Für Fußgänger besteht Verletzungsgefahr, Autofahrer riskieren einen Achsbruch“, sagt Kurt Brüggemann, der Vorsitzende von Grün-Weiß Kley, das sich den Platz mit dem SuS Oespel-Kley teilt. Der Parkplatz sei in Dortmund einmalig, meinen die Vereine. Und kennen den Grund – das Naturschutzgebiet Dorneywald nebenan. „Der Boden des Parkplatzes darf nicht versiegelt werden“, sagt Heinz-Dieter Oldendorf (61), der Vorsitzende des SuS. Deshalb scheiden Asphalt oder Steine als Belag aus. Trotzdem sehen die Vereine die Stadt in der Pflicht, die Situation zu verbessern. „Wer ist haftbar, wenn es einen Unfall gibt?“, fragt Vereinsmitglied Wilfried Karmann.

Keine Beleuchtung in Sicht

Die Stadt Dortmund, sagt die Stadt Dortmund. Und weil die Verkehrssicherungspflicht bei der Stadt liegt, regierte die Verwaltung nicht nur mit einer Antwort auf die Anfrage dieser Zeitung, ein Team des Tiefbauamtes verfüllte die Schlaglöcher am Donnerstag mit einem wassergebundenen Material. Die Schlaglöcher sind weg, die Dunkelheit bleibt. „Derzeit gibt es keine Planung für die Fläche“, heißt es in der Erklärung.

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