Stadt hilft Unwetter-Opfern mit Notfall-Fonds

Starkregen und Überschwemmungen

Die Stadt hilft den Opfern des Unwetters in Marten vom 12. Juli auch finanziell: Sie richtet einen 90.000 Euro schweren Notfall-Fonds für die Betroffenen ein. Die müssen jedoch mehrere Kriterien erfüllen, bevor sie Geld von der Stadt bekommen. Wir erklären, welche - und bieten das Antragsformular zum Download an.

MARTEN

23.07.2014, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei dem Unwetter am 12. Juli wurden Teile des Dortmunder Westen überschwemmt - hier die Diedrichstraße.

Bei dem Unwetter am 12. Juli wurden Teile des Dortmunder Westen überschwemmt - hier die Diedrichstraße.

.  "Das Antragsverfahren soll so unbürokratisch wie möglich gestaltet werden", verspricht die Stadt. "Die finanzielle Leistung ist keine Sozialleistung und keine Versicherungsleistung. Ein Rechtsanspruch besteht nicht." Aber: Nur wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann auf finanzielle Hilfe hoffen.

  • Es geht bei dieser Aktion ausschließlich um die Hilfe bei Privatschäden. Hilfen können nur Privathaushalte und Personen beantragen, die in einem vom Starkregen betroffenen Bereich wohnen.
  • Die Geschädigten sollten in einem der vom Starkregen betroffenen Bereiche der Stadt wohnen, vor allem in der Diedrichstraße, der Martener Straße und dem Bärenbruch sowie in Teilen von Oespel/Kley/Eichlinghofen. In nachvollziehbaren Fällen können auch Haushalte aus anderen Teilen der Stadt Hilfe beantragen.
  • Bedürftigkeit: Die Betroffenen sind nicht in der Lage, sich aus eigenen Kräften und Mitteln zu helfen, etwa durch Versicherungen, das eigene Einkommen und Vermögen. Die insoweit vorliegende wirtschaftliche Bedürftigkeit wird durch das Sozialamt geprüft.
  • Geholfen wird bei unmittelbar durch das Unwetter entstandenen Inventarschäden (u.a. Möbeln, Elektrogeräten und Haushaltsgegenständen) "in existenziell bedeutsamen Bereichen, die zu einem menschenwürdigen Leben gehören", wie die Stadt schreibt.
  • Die finanzielle Hilfe greift nicht bei der Beseitigung von Folgeschäden, etwa durch Renovierungsarbeiten in der Wohnung.
  • Auch nicht berücksichtigt werden Luxusgüter oder Verbrauchsartikel (Lebensmittel, Getränke, Haushaltsartikel, Hobbygegenstände, Kraftfahrzeuge, Kunstgegenstände, Sammlungen aller Art, Wertpapiere etc).
  • Ausschließlich schriftlich und ausschließlich in der neuen Anlaufstelle in der Feuer- und Rettungswache Marten, Bärenbruch 31-33. Dort werden von Freitag (25.7.) bis Mittwoch (30.7.) die Anträge durch eine Arbeitsgruppe des Sozialamtes entgegengenommen.
  • Die Anträge müssen zwingend persönlich abgegeben werden. Unbedingt ein Ausweisdokument mitbringen.
  • Anträge können abgegeben werden am Freitag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr und von Montag bis Mittwoch in der Zeit von 10 bis 15 Uhr. 
  • Antragsvordrucke sind ab Donnerstag im Internet als Download auf den Seiten der Stadt verfügbar, ansonsten gibt es die Vordrucke in jeder städtischen Dienststelle und in der Anlaufstelle. Wir bieten das Formular jetzt schon an.
  • Die Stadt bittet die Bürger, unter den Rufnummern 50-23 336 oder 50-26 982 ab Donnerstag einen Vorsprachetermin zu vereinbaren. "Sollten Bürger aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung nicht zur persönlichen Vorsprache in der Lage sein, melden Sie sich bitte ebenfalls zunächst telefonisch", so die Stadt. Man werde dann eine Lösung finden.
  • Die Frist für die Anträge endet am 30. Juli. Nur in begründeten Einzelfällen (Krankheit, urlaubsbedingte Abwesenheit, vorübergehende anderweitige Unterbringung etc.) können Anträge auch bis Ende August 2014 gestellt werden

Zudem ist für die zweite Augusthälfte eine Bürgerversammlung geplant, um nach dem Ende der laufenden Untersuchungen und nach der Aufarbeitung der Hintergründe im Detail zu informieren, wie es zu den Überflutungen gekommen ist und welche Schutzmaßnahmen künftig zu ergreifen sind.

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