Stadt rüstet bei Kampf gegen Graffiti an B54-Gabionenwand auf

Robustere Pflanzen

Seit Jahren ist die mit Graffiti beschmierte Gabionenwand an der B54 in Höhe Rombergpark ein Ärgernis. Jetzt will die Stadt die Verschönerung neu in Angriff nehmen. Der Wunsch der Politik ist klar formuliert.

Dortmund

, 16.12.2017, 03:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zarte Pflänzchen, die an der Gabionenwand über der Schondelle gesetzt wurden, haben bislang nichts gegen die Graffiti-Schmierereien ausrichten können. Jetzt sollen robustere Pflanzen mit Drahtkörben her.

Zarte Pflänzchen, die an der Gabionenwand über der Schondelle gesetzt wurden, haben bislang nichts gegen die Graffiti-Schmierereien ausrichten können. Jetzt sollen robustere Pflanzen mit Drahtkörben her. © Stephan Schütze (Archiv)

Die Emotionen schlugen hoch in der November-Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste und öffentliche Ordnung. Von Frechheit und Schandfleck war die Rede. Denn die Verwaltung hatte das Problem der beschmierten Gabionenwand, die ein Blickfang für alle Autofahrer ist, die über die B54 aus Richtung Süden in die Stadt fahren, noch immer nicht in den Griff bekommen. Man wolle den damals nicht anwesenden Dr. Christian Falk in die Zange nehmen, kündigte die Ausschuss-Vorsitzende Christiane Krause (CDU) an.

Am Dienstag waren es in der Dezember-Sitzung des Ausschusses dann statt einer Zange doch eher Samthandschuhe, die Christian Falk als Chef des zuständigen Stadtentwässerungs-Betriebs zu spüren bekam. Die Wogen hatten sich deutlich geglättet. Die Verwaltung habe glaubhaft versichert, dass man etwa unternommen habe, stellte CDU-Sprecher Friedrich-Wilhelm Weber fest. Das Problem sei, dass mehr als die Hälfte der neu gesetzten Weinranken von Vandalen herausgerissen worden sei, erklärte Christian Falk den Ausschuss-Mitgliedern.

Für eine dauerhafte Lösung präsentierte er drei Varianten: eine Neubepflanzung der Gabionenwand mit robusten Pflanzen (möglichst mit Dornen), die durch Drahtkörbe vor Herausreißen gesichert werden, den Bau einer Sichtschutzwand entlang der B54, um den Blick der Autofahrer auf die Gabionenwand zu verhindern oder eine künstlerische Gestaltung, zu der man einen Wettbewerb starten könnte.

Pflanzaktion könnte im Frühjahr beginnen

Die Politiker brauchten nur eine kurze Bedenk- und Beratungszeit. Am Ende wurde abgewogen, ob ein Kunstwerk nicht auch wieder beschmiert werde und ob eine Sichtschutzwand nicht viel zu teuer sei. Dann stand fest: Neue robuste Pflanzen, inklusive Sicherung gegen Vandalismus, sollen her.

Die Kosten dafür bezifferte Falk auf einige tausend Euro – deutlich weniger als für die anderen Varianten. Mit der neuen Pflanzaktion könne schon im Frühjahr begonnen werden, kündigte Falk an. Dann bleibt abzuwarten, wie schnell und dauerhaft das frische Grün die Graffiti-Schmierereien überwuchert.

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