Stadt will Offene Ganztagsbetreuung ausbauen

Rat entscheidet am 26. April

Die Stadt will das Angebot Offener Ganztagsbetreuung (OGS) an Grund- und Förderschulen weiter ausbauen. Sie reagiert damit auf den weiter wachsenden Bedarf. Der Rat soll am 26. April eine Entscheidung fällen. Außerdem muss die Bezirksregierung als Schulaufsicht noch grünes Licht geben.

DORTMUND

, 12.04.2016, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch Spielen gehört zum Angebot der Offenen Ganztagsbetreuung an Grund- und Förderschulen. Und die Nachfrage nach einer Betreuung bis zum Nachmittag ist weiterhin groß.

Auch Spielen gehört zum Angebot der Offenen Ganztagsbetreuung an Grund- und Förderschulen. Und die Nachfrage nach einer Betreuung bis zum Nachmittag ist weiterhin groß.

„Unsere aktuelle Abfrage an den 87 OGS-Schulstandorten für das im Sommer beginnende neue Schuljahr ergab einen Bedarf von 470 weiteren Plätzen", erläutert Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. „Daher soll das Ganztagsangebot an den Primarschulen von jetzt 9500 auf 9970 Plätze im ersten Schulhalbjahr und um weitere 100 Plätze für Flüchtlingskinder ab dem zweiten Schulhalbjahr auf dann 10 070 Plätze erweitert werden.“

Das Land unterstützt die Aufnahme von Flüchtlingskindern in die OGS mit einem erhöhten Fördersatz ab dem 2. Schulhalbjahr.

Erhöhte Nachfrage

Die Nachfrage wird aber nicht nur durch Zuzüge von Familien mit Kindern und durch Zuwanderung von Flüchtlingskindern erhöht. Ein wichtiger Grund für die weiterhin steigende Nachfrage liegt nach den Erfahrungen der Stadt in erster Linie in einer zunehmenden Berufstätigkeit beider Elternteile.

„Die Tendenz der letzten Jahre setzt sich fort. Familien wünschen sich zur Vereinbarkeit ihrer Berufstätigkeit und ihres Familienlebens ein qualitativ gutes Betreuungsangebot für ihre Kinder“, sagt Daniela Schneckenburger. „Hinzu kommt, dass auch die Kinder geflüchteter Familien von dem Freizeit- und Bildungsangebot außerhalb des Unterrichtes profitieren sollen.“

Betreuung über den Schulunterricht hinaus

Das Angebot des Offenen Ganztags garantiert eine Betreuung von Kindern an Grund- und Förderschulen über den Schulunterricht hinaus bis 15 oder 16 Uhr am Nachmittag. Geboten werden neben Spielangeboten auch Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote von Basteln bis Sport. 

Ein Offenes Ganztags-Angebot gibt es aktuell an 79 Grund- und acht Förderschulen. Zur Zeit ist die Trägerschaft der OGS-Angebote neu ausgeschrieben. Sie sollen zum nächsten Schuljahr neu vergeben werden. Bislang gibt es zwölf verschiedene Träger für die 87 OGS-Standorte.

 

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