Stadtverwaltung bietet Dortmunder Reiterverein weitere Alternativen zur Bolmke an

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Der Plan, den Reiterverein auf den Acker neben der Bolmke umziehen zu lassen, ist weiter umstritten. Nachdem der Verein eine Alternative abgelehnt hat, gibt es jetzt weitere Vorschläge.

Dortmund

, 04.02.2019, 14:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ackerfläche an der Stockumer Straße neben der Bolmke ist aus Sicht der Stadtverwaltung nicht die einzig verbleibende Möglichkeit, den Dortmunder Reiterverein künftig unterzubringen – auch wenn der Reiterverein sich gegen den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen alternativen Standort in Löttringhausen ausgesprochen hat.

Wie berichtet, muss der Reiterverein seinen aktuellen Standort an den Westfalenhallen spätestens 2023 verlassen, weil der Pachtvertrag ausläuft und wegen der Umbaupläne der Westfalenhallen auch nicht verlängert wird.

Stadtverwaltung sieht zwei weitere Möglichkeiten

Es gebe zwei weitere Möglichkeiten, sagte Stadtdirektor Jörg Stüdemann am Freitag auf Nachfrage dieser Redaktion. Möglichkeit 1 wäre einer der Fußballplätze in der Umgebung des jetzigen Standorts an den Westfalenhallen. Dort hätte der Reiterverein zwar weniger Platz als gewünscht, dafür läge der neue Ort nah am bisherigen. Möglichkeit 2 wäre die Fusionierung des Reitervereins mit einem anderen Reiterverein in der Nähe.

Beides wären Vorschläge, betonte Stüdemann, die man nun besprechen müsse. Die Entscheidung liege beim Reiterverein, der auch diese Möglichkeiten ablehnen könne.

Der Meyerhoff-Hof liege zu weit außerhalb, sagte der Reiterverein

Den alternativen Standort in Löttringhausen, den Reiterhof von Klaus Meyerhoff an der Lütgenholthauser Straße, hatte der Verein mit der Begründung abgelehnt, dass dieser Ort zu weit vom jetzigen Standort entfernt läge. Dorthin würde die Hälfte der Vereinsmitglieder wahrscheinlich nicht folgen, argumentierte die Vorsitzende Alexandra Rabe. Dazu käme die finanzielle Belastung durch den notwendigen Umbau. Beides zusammen sei ein zu großes Risiko.

Diese Argumentation sei nachvollziehbar, sagte Stüdemann am Freitag. Andererseits habe die Stadtverwaltung inzwischen viel Arbeit investiert, um einen neuen Ort für den Verein zu finden, und das über „geraume Zeit“ hinweg. Die Stadt sei „nicht verpflichtet“, einem Verein den idealen Standort zu verschaffen. Dieses Thema werde verwaltungsintern am Dienstag besprochen, sagte Stüdemann.

Meyerhoff-Hof wäre „optimal“ gewesen, sagt die SPD Kirchhörde

Am vergangenen Dienstag hatte die SPD Kirchhörde/Löttringhausen mitgeteilt, den Umzug des Reitervereins an die Bolmke nach dessen Entscheidung gegen den Alternativort zu verhindern. „Wir hatten dem Verein zur Seite stehen wollen“, sagte Vorsitzender Volker Schultebraucks am Freitag auf Nachfrage dieser Zeitung. „Wir hätten den Bolmke-Plan unterstützt, wenn es keine andere Lösung gegeben hätte.“ Aber der Meyerhoff-Hof „wäre die optimale Lösung gewesen“.

SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Schilff sagte am Freitag, seine Fraktion finde das Thema wichtig. Für eine klare Positionierung werde seine Fraktion aber auf eine Beschlussvorlage der Verwaltung warten.

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