Ursula Vogelsang, Mitarbeiterin im Kundencenter von DSW-21, präsentiert einen CO2-Sensor. © DSW21
Coronavirus

Stadtwerke wollen mit Atemluft-Sensoren Infektionsrisiko senken

In einigen Gebäuden der DSW21 und deren Tochterunternehmen wurden CO2-Sensoren angebracht, die die Raumluft analysieren. Das soll helfen, die Übertragung des Coronavirus zu vermeiden.

Um Kunden und Mitarbeiter in Corona-Zeiten besser schützen zu können, nutzen die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) sowie ihre beiden Tochterunternehmen DEW21 und Dogewo21 seit kurzem CO2-Sensoren in einigen Niederlassungen.

Der Service stammt von der Dodata GmbH, einem Tochterunternehmen von DEW21, das als Dienstleister bei der gesamten Umsetzung unterstützt. Neben der Datenerhebung und -übertragung bietet die Dodata auch entsprechende Analysemöglichkeiten, um Handlungsmaßnahmen abzuleiten oder bereits umgesetzte Maßnahmen anzupassen.

Der Einsatz von CO2-Sensoren kann laut DSW21 maßgeblich dazu beitragen, das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie zu senken. Denn je mehr ausgeatmetes CO2 in der Luft ist, desto mehr Aerosole sind vorhanden, die wiederum Coronaviren übertragen könnten. Diesen Übertragungsweg von Covid-19 habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits im Juli offiziell anerkannt.

Verantwortung während der Pandemie

Während der Pandemie wolle man besondere Verantwortung für Kunden und Belegschaft übernehmen, so betonen Guntram Pehlke (Vorstandsvorsitzender DSW21), Heike Heim (Geschäftsführerin DEW21) und Klaus Graniki (Geschäftsführer Dogewo21).

Mit dem Einsatz der CO2-Sensoren möchte man eine gesunde Arbeits- und Begegnungsumgebung schaffen. Darüber hinaus möchten die Unternehmen nicht nur, dass sich alle bestmöglich geschützt und auch wohlfühlen.

Denn durch den Einsatz der CO2-Sensoren könne das Lüften optimal gesteuert werden, sodass im Winter niemand mehr beim Dauerlüften frieren müsste und sich dadurch möglicherweise erkältet.

Energie einsparen

Darüber hinaus werde durch ein zielgerichtetes Lüften keine Heizenergie vergeudet. Aktuell haben die drei Unternehmen Sensoren in ihren Kundencentern installiert. Bei Dogewo21 wurde die Zentrale ausgestattet; die Servicebüros in den Stadtteilen sind für den Kundenverkehr noch nicht wieder geöffnet.

Zusätzlich hat DSW21 auch CO2-Sensoren in der Leitstelle installiert, um ihre Mitarbeiter in diesem sensiblen und für die Aufrechterhaltung des ÖPNV wichtigen Arbeitsbereich noch stärker zu schützen.

„Mit dem Einsatz der Sensorik können wir den CO2-Gehalt bzw. die Aerosolbelastung in der Luft messen und deren Entwicklung während verschiedener Raumnutzungsszenarien verstehen“, erklärt Sven Baumgarte, Geschäftsführer der Dodata GmbH.

Auf Basis der so geschaffenen Datengrundlage könnten nicht nur kurzfristige Maßnahmen abgeleitet, sondern auch die Raumbelegung optimal gesteuert werden.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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