Die Zahl der Geimpften hat in Dortmund zu Beginn der Woche für Verwirrung gesorgt. © Oliver Schaper
Impfungen gegen Corona

Start im Eis: So lief der erste Tag im Dortmunder Impfzentrum

Der Betrieb im Corona-Impfzentrum auf Phoenix-West ist am Montag (8.2.) gestartet. Eine Frage war, wie viele Menschen ihren Termin trotz Eis und Schnee wahrgenommen haben.

Es waren erschwerte Bedingungen für den langersehnten Start des Dortmunder Impfzentrums, in dem seit Montag (8.2.) zunächst über 80 Jahre alte Dortmunderinnen und Dortmunder gegen das Coronavirus geimpft werden. Denn zu Impfstoff-Mangel und den Problemen bei der Terminvergabe kamen Eis und Schnee.

Linienbusse fuhren gar nicht, die Stadtbahnen nur eingeschränkt. Auch die von der Stadt geplanten Elektro-Mobile für einen Transport vom Parkplatz an der Hochofenanlage zum Eingang des Impfzentrums am Phoenixplatz konnten nicht starten.

Allrad-Bullies für die Senioren

Als Ersatz habe die Feuerwehr Allrad-Bullies eingesetzt, berichtete Dortmunds Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner am Dienstag (9.2.). Außerdem stünden generell zehn Rollstühle für den Weg zum Impfzentrum zur Verfügung. „Das wurde rege genutzt“, sagte Birgit Zoerner.

Nach einer Vorgabe des Landes hatte die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) schon am Sonntag mitgeteilt, dass Termine auch am Dienstag oder Mittwoch zur selben Zeit genutzt werden können, wenn man am Montag wegen der schwierigen Wetterverhältnisse und Straßenbedingungen nicht ins Impfzentrum kommen kann.

Zum Auftakt bei Eis und Schnee ging es im Dortmunder Impfzentrum eher geruhsam zu. Doch am Montag (22.2.) gab es lange Schlangen wegen einer Terminpanne. © Schaper (A) © Schaper (A)

Doch die Ausfallquote war erstaunlich gering, wie Birgit Zoerner bilanzierte. Nur 19 von 360 vergebenen Terminen wurden nicht wahrgenommen, berichtete sie. „Das ist eine extrem niedrige Quote.“ Sie liegt sogar unter der generell vermuteten Ausfallquote von 10 Prozent – das wären 36 Fälle.

Keine Probleme mit Nebenwirkungen

Fast alle „Impflinge“ wurden von Familienmitgliedern oder anderen Helfern begleitet, berichtete die Dezernentin. „Einer der Ältesten war in der ersten Gruppe ein 100-Jähriger.“ Und viele Geimpfte hätten sich am Ende für den guten Ablauf im Impfzentrum bedankt.

Die zweite gute Nachricht: Alle „Patienten“ haben die Impfungen offenbar gut überstanden. Es wurden keine auffälligen Nebenwirkungen festgestellt. Nur eine Person sei nicht geimpft worden, weil man wegen der Vorerkrankung eine Impfung im Krankenhaus für sinnvoller gehalten habe, berichtete Birgit Zoerner. „Insgesamt waren alle sehr zufrieden mit dem Start“, sagte sie.

Neuer Impfstoff wird geliefert

Weil der Impfstoff weiterhin knapp ist, werden im Impfzentrum Senioren über 80 aktuell nur „halbtags“ von 14 bis 20 Uhr und an sechs Tagen in der Woche geimpft. Donnerstags sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflege- und Rettungsdiensten geimpft werden.

Für sie kommt dann auch der neu zugelassene Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz, von dem Dortmund in dieser Woche die ersten 380 Impfdosen erhält. Er wird nur für Menschen unter 65 Jahren genutzt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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