Stauffenberg im Gespräch – Hörder Schüler treffen einen Enkel des Hitler-Attentäters

Antifaschismus

Karl Graf Stauffenberg sprach mit den Schülern des Goethe-Gymnasiums über das Leben seines Großvaters. Dabei appellierte er auch an ihre eigene Verantwortung für die Gegenwart.

von Marc Dominic Wernicke

Hörde

, 11.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stauffenberg im Gespräch – Hörder Schüler treffen einen Enkel des Hitler-Attentäters

Karl Graf Stauffenberg (Mitte) ist ein Enkel des Hitler-Attentäters Claus von Stauffenberg. Vor den Schülern des Goethe-Gymnasiums sprach er über seinen Großvater und die Verantwortung in der Gegenwart. © Goethe-Gymnasium

Die Schüler des Goethe-Gymnasiums konnten am 4. November einen besonderen Gast begrüßen: Karl Graf Stauffenberg ist der Enkel des bekannten Hitler-Attentäters Claus von Stauffenberg.

Vor der 12. Jahrgangsstufe sprach er in einem 90-minütigen Vortrag über den Widerstand gegen das NS-Regime. „Er berichtete uns von der Kindheit und Erziehung seines Großvaters, der am württembergischen Königshof aufwuchs und durch seinen katholischen Glauben geprägt wurde“, schildert die Schülerin Victoria Weber.

„Er ging dabei auch auf die Einflüsse der damaligen Zeit und den Weg seines Großvaters zum Widerstand im Kampf um die Freiheit ein.“

Stauffenberg will Jugendliche sensibilisieren

Karl Graf Stauffenberg lebt in Bayern. Neben seiner Tätigkeit als Eventmanager ist er dort Kreisvorsitzender der FDP und leitet den Verein „Mittendrin statt extrem daneben“. Dieser engagiert sich für die Aufklärung Jugendlicher über die Gefahren extremistischer Ideologien.

„Stauffenberg legte uns nahe, die Freiheit, die heutzutage oft als selbstverständlich betrachtet wird, mit Verantwortung zu tragen und zu bewahren“, berichtet die Schülerin Laura Mnich.

Stauffenberg im Gespräch – Hörder Schüler treffen einen Enkel des Hitler-Attentäters

Stauffenberg warnte davor, dass viele Menschen die Freiheit, in der sie heute leben, als selbstverständlich betrachten. © Goethe-Gymnasium

Ihre Mitschülerin Corinna Müller fügt hinzu: „Diese Verantwortung besteht etwa darin, mit Bedacht wählen zu gehen und das eigene Handeln mit Blick auf die möglichen Konsequenzen bewusst abzuwägen.“

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