Das Restaurant Maredo zwischen Friedensplatz und Altem Markt soll schon bald wieder öffnen. © Thomas Thiel
Nach Insolvenz

Steakhaus Maredo in der Dortmunder City: Jetzt gibt’s eine überraschende Wende

Die Steakhaus-Kette Maredo war in die Insolvenz gegangen, das Restaurant an der Balkenstraße ist seitdem geschlossen. Nun tut sich was in dem Steakhaus in der Dortmunder City.

Für die insolvente Steakhaus-Kette Maredo ist ein Investor gefunden worden, der einen kurzfristigen Neustart plant. Der bisherige Standort in der Dortmunder City soll weiter betrieben werden, wie der Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis am Donnerstag (1.7.) mitteilt.

Bereits bis Ablauf der zweiten Juli-Woche sollen die Türen an der Balkenstraße zwischen Friedensplatz und Altem Markt wieder öffnen. „Der Investor Georg Voss hat mit der Equity 69 GmbH und einer Gruppe von Co-Investoren die Markenrechte an Maredo und wesentliche Vermögenswerte aus dem Insolvenzverfahren erworben“, so Antoniadis.

Keine Staatshilfen in Lockdown-Monaten

Über Details des Deals sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Insolvenzverwalter beschreibt Voss als „erfahrenen Sanierer und langjährigen Gastronomen“.

Weil schon im März 2020 die Insolvenz angemeldet wurde, hatte Maredo fürs Jahresende keine staatliche Lockdown-Hilfe bekommen. „Als sich Ende Januar 2021 abzeichnete, dass die beantragten Staatshilfen ausbleiben würden, blieb dem Insolvenzverwalter keine andere Wahl, als allen Mitarbeitern sowie auch alle Mietverträge zu kündigen“, ist in seiner Pressemitteilung zu lesen.

Man habe „bis zum Schluss um jedes Restaurant und jeden Arbeitsplatz gekämpft“. Die Sanierung der Kette sei vor dem Lockdown „nahezu abgeschlossen“ gewesen.

Der neue Betreiber Georg Voss kündigt jetzt an, dass man „mit konzeptionellen Änderungen in den nächsten Jahren den Zeitgeist treffen“ wolle. Der im Jahr 1969 geborene Investor plane 69 Maßnahmen in 69 Monaten. „Stammgäste, Freunde und Interessierte“ sollen bei der Entwicklung mit einbezogen werden. Neue Angebote, neue Standorte und „ein komplett neuer Betriebstyp“ sind angekündigt.

„Vielfältiges Angebot auch für Vegetarier“

Nachhaltigkeit und bewusster Genuss seien ihm wichtig. Steak, Grillen und Feuer seien für die Marke fundamental, „aber auch Vegetarier werden ein vielfältiges Angebot bei Maredo finden“, so Voss. Bei Lieferungen soll es Mehrwegsysteme geben, Lieferketten sollen transparent sein und ökologische Energie genutzt werden.

„Einige“ ehemalige Angestellte von Maredo hätten neue Arbeitsverträge bekommen. Restaurant-Gutscheine aus den Jahren 2019 und 2020 sollen nach der Neueröffnung weiterhin einzulösen sein.

Neben dem Restaurant in Dortmund sollen zunächst Standorte in Berlin und Mülheim an der Ruhr unter dem neuen Betreiber starten. Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf „sollen bald folgen“, heißt es vom Insolvenzverwalter.

„Für weitere Standorte befindet sich der Erwerber der Markenrechte noch in Verhandlungen mit den Vermietern“, so Antoniadis. Bis Ende 2021 sollen aber bundesweit bis zu 12 Restaurants mit rund 300 Arbeitsplätzen eröffnen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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