Arbeitskampf

Streik bei Ikea in Dortmund: Kunden müssen mit Verzögerungen rechnen

Im Tarifkonflikt zwischen Verdi und Ikea ruft die Gewerkschaft für den heutigen Donnerstag zu einem Streik im Möbelhaus im Dortmunder Indupark auf. Wie wirkt sich das für Kunden aus?
Die Beschäftigten von Ikea wollen streiken, um ihre Arbeitsplätze in Zeiten von Digitalisierung zu sichern.
Die Beschäftigten von Ikea wollen streiken, um ihre Arbeitsplätze in Zeiten von Digitalisierung zu sichern. Das Bild zeigt eine frühere Streikaktion. © Oliver Schaper (Archiv)

Den ganzen Tag soll gestreikt werden. Die Gewerkschaft Verdi ruft am Donnerstag (14. April) die Beschäftigten von Ikea zum Streik auf. Die Standorte in Duisburg, Essen, Kamen und Dortmund sind die Schauplätze des Arbeitskampfes.

„Vor Ort werden Streikposten stehen“, so Reiner Kalewski (Verdi) am Donnerstagmorgen. Im Laufe des Vormittags beteiligten sich daran 25 Mitarbeitende. Da der Streik sich über den ganzen Tag zieht und somit mehrere Schichten betroffen sind, können die Zahl noch variieren. Das Einrichtungshaus hat für Kunden geöffnet.

Per Aushang teilt Ikea allerdings mit, dass das Einrichtungshaus teilweise bestreikt wird und es daher zu Verzögerungen kommen kann.

Per Aushang informierte das Möbelhaus Ikea über die Auswirkungen des Streiks. © Verdi

Verdi fordert von dem Unternehmen einen Tarifvertrag „Digitalisierung, Omnichannel und Qualifizierung“. Laut einer Pressemitteilung der Gewerkschaft weigere sich Ikea „grundsätzlich“, über einen solchen Tarif zu verhandeln.

Auf die Straße, um öffentlich Druck zu machen

Ikea gestalte die digitale Zukunft des Unternehmens, so Verdi. Der Tarifvertrag soll Mindeststandards bei der Einführung und der Umsetzung von digitalen Arbeitsprozessen regeln.

Dazu gehören laut Verdi eine nachhaltige Beschäftigungssicherung und der Anspruch auf Qualifizierung, wenn sich Arbeitsplätze ändern. Da Ikea nicht verhandeln wolle, so die Gewerkschaft, wollen die Beschäftigten auf die Straße gehen und so öffentlich Druck machen.

In der Pandemie hätten die Beschäftigten sich kurzfristigen Änderungen flexibel gestellt, zum Beispiel bei den Abholstationen, die eingerichtet wurden. Es sei deshalb fair, wenn Ikea die Beschäftigten zukünftig bei der Gestaltung der Arbeitsplätze beteiligt, schreibt die Gewerkschaft.

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