Streik legt GEMA lahm

25.09.2007, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch die Mitarbeiter der GEMA Regionaldirektion NRW am Südwall streiken. Heute (26.9.) legen sie voraussichtlich für eine Woche ihre Arbeit nieder. Dazu aufgerufen hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Ziel des bundesweiten Streiks sei es, dass der GEMA-Vorstand im laufenden Tarifkonflikt wieder an den Verhandlungstisch zurückkehre, sagte ein ver.di-Funktionär.

Er weigere sich seit Monaten, Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag für rund 1200 Beschäftigte wieder aufzunehmen. Unterschriften-Aktionen, Demonstrationen und Warnstreiks seien die ersten Schritte gewesen, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Jetzt sei ein Streik die "konsequente Fortsetzung".

Die Beschäftigten seien besonders verärgert, dass die Bezüge des Vorstands im vergangenen Jahr um über 15 Prozent erhöht wurden, Neubeschäftigte jedoch seit 2007 mit einem Entgelt eingestellt werden, das zehn Prozent unterhalb der bis dahin gezahlten Vergütung liege. "Es ist eine Provokation, dass sich der Vorstand reichlich bedient, während die Beschäftigten den Gürtel enger schnallen sollen", kritisiert ver.di.

Bei der Verwertungsgesellschaft GEMA ist man zuversichtlich, bald eine Einigung im Tarifkonflikt zu erzielen. Die GEMA vertritt nach eigenen Angaben in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60 000 Mitgliedern, dazu gehören Komponisten, Autoren und Musikverleger.

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