Streit um Fußball-Kredit in Eving eskaliert: „Ein unfassbarer Vorwurf“

mlzBezirksvertretung Eving

Nachdem die CDU-Fraktion eine Dringlichkeitsentscheidung zugunsten des TuS Eving-Lindenhorst scharf kritisiert hat, meldet sich nun die SPD-Fraktion zu Wort.

Eving

, 01.04.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Streit um den „Kredit“ in Höhe von über 6000 Euro, den Bezirksbürgermeister Oliver Stens (SPD) und Grünen-Chef Klaus Sichelschmidt dem TuS Eving-Lindenhorst per Dringlichkeitsentscheidung zugestanden haben, geht weiter.

Das freigegebene Geld soll dem Verein helfen, Rechnungen zu zahlen, die im Zusammenhang mit dem Bau der LED-Flutlichtanlage angefallen sind. Sobald die zugesagte Förderung vom Projektträger Jülich eingetroffen ist, will der Verein das Geld an die Bezirksvertretung zurückerstatten.

Mit dem Argument „Die Bezirksvertretung ist keine Bank“ hatte die CDU-Fraktion dieses Vorgehen scharf kritisiert.

„CDU hat im Vorfeld keine Bedenken geäußert“

Dazu meldet sich nun die SPD-Fraktion zu Wort. Sie sagt: „Ein ebenso ungeheuerlicher wie unfassbarer Vorwurf, den die SPD-Fraktion entschieden zurückweist.“ Fakt sei, dass allen Fraktionen bereits zehn Tage vor der später abgesagten Sitzung die Sitzungsunterlagen mit dem entsprechenden Antrag zur Beratung vorlagen, und die CDU-Fraktion weder bis zum Sitzungstermin noch danach ihre rechtlichen Bedenken geäußert habe.

Gabriele Hammacher ist Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving

Gabriele Hammacher ist Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving. Mit ihrer Fraktion reagiert sie auf Kritik der CDU. © Archiv

Das sei ein einmaliger Vorgang in der bisher vertrauensvollen Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung Eving. Hier habe die CDU-Fraktion Vertrauen verspielt. „Schlechter Stil“ sei es, wenn die CDU-Fraktion elf Tage nach der ausgefallenen Sitzung in der Presse das Verhalten des Bezirksbürgermeisters und des Vertreters der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beanstande.

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Der Wunsch der CDU-Fraktion an den TuS Eving-Lindenhorst, sich doch an die gesamte Bezirksvertretung zu wenden, zeige, um was es ihr eigentlich gehe:

„Sie ist enttäuscht, dass hier eine praktikable Lösung eines existenziellen Problems ohne ihr Zutun gefunden wurde.“

„Entscheidung war absolut richtig“

Die von Bezirksbürgermeister Oliver Stens und Klaus Sichelschmidt getroffene Entscheidung sei, so die SPD-Fraktion, absolut richtig, da die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Eving erst für den 5. Mai anberaumt sei. Viel zu spät für dieses Problem.

Die Vorgehensweise des Bezirksbürgermeisters sei mit der Geschäftsführung der BV Eving und der Sportverwaltung der Stadt Dortmund abgestimmt gewesen. Und weiter: „Die SPD-Fraktion ist absolut sicher, dass mit dieser Entscheidung der Stadt kein finanzieller Schaden entsteht. Im Gegenteil wurde hierdurch ein drohender Schaden von der Stadt als Eigentümer der Sportanlage abgewendet.“

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Im Übrigen müsse diese Entscheidung auf die Tagesordnung der nächsten BV-Sitzung gesetzt werden und könne dann von allen BV-Mitgliedern bewertet werden.

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