Streit um Taubenkot beschäftigt das Amtsgericht

Kleingartenanlage

An einer Kleingartenanlage in Eving ist ein heftiger Streit um Brieftauben und ihre schmutzigen Hinterlassenschaften ausgebrochen. Nachbarn wollen zumindest einem Taubenzüchter das Leben richtig schwer machen. Seit Mittwoch beschäftigt der Fall das Amtsgericht.

DORTMUND

06.01.2016, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen seiner Brieftauben hat ein Kleingärtner aus Eving jetzt Ärger mit der Justiz.

Wegen seiner Brieftauben hat ein Kleingärtner aus Eving jetzt Ärger mit der Justiz.

Seit Mitte der 1970er-Jahre dürfen in den Lauben mit Genehmigung der Stadt Kleintiere gehalten werden. Doch die Anwohner der Siedlung „An den Teichen“ sind stocksauer. „Wir sind nur noch am Kärchern“, klagte die Frau in der Verhandlung. Mindestens zweimal pro Woche müssten sie ihre Autos durch die Waschstraße fahren. Und im Sommer sei vor allem auch die Markise im Garten ständig von Taubenkot verschmutzt. „Ich bin bestimmt nicht pingelig, aber das geht echt zu weit“, pflichtete ihr der Ehemann bei.

Kot könnte auch von anderen Vögeln sein

Ihr Gegenüber im Gerichtssaal ist sich dagegen keiner Schuld bewusst. Der 60-jährige Frührentner züchtet seit vielen Jahren Brieftauben – wie auch sechs weitere Gartenpächter in der Anlage. Niemand könne sagen, dass alleine seine Tiere für den Dreck verantwortlich seien, sagt der Evinger. Brieftauben-Kot sei doch von dem Dreck anderer Vögel nicht zu unterscheiden.

Richter setzt Ortstermin an

Weil beide Seiten einen Kompromissvorschlag ablehnten, nach dem die Tiere des 60-Jährigen nur noch zu bestimmten Zeiten hätten fliegen dürfen, wird das Amtsgericht nun einen Ortstermin ansetzen. „Bevor ich eine Entscheidung treffe, muss ich sehen, was Sache ist“, sagte der Richter. Der Ortstermin soll im April stattfinden – wenn die neue Brieftauben-Saison begonnen hat.

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