Strompreis bleibt für die meisten Dortmunder stabil

Energiepreise

Gute und weniger gute Nachrichten für die Stromkunden der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21): Für mehr als die Hälfte der Kunden bleibt der Strompreis im Januar stabil. Für viele andere Dortmunder wird der Strom allerdings auch teurer.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 08.11.2013, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadtwerke heben den Strompreis an, der Gaspreis bleibt unverändert.

Die Stadtwerke heben den Strompreis an, der Gaspreis bleibt unverändert.

„Für den Großteil unserer Kunden halten wir den Strompreis stabil“, betont DEW-Chef Dr. Frank Brinkmann, wie viele Kunden das genau sind, will er aus Wettbewerbsgründen nicht verraten. Es seien auf jeden Fall mehr als die Hälfte.Klar ist, dass die Steuern und Abgaben pro Kilowattstunde Strom zum Jahreswechsel um insgesamt 0,937 Cent brutto, also inklusive Mehrwertsteuer, steigen, Erhöhungen, auf die DEW keinen Einfluss hat.

Und genau diese Erhöhung wird an diejenigen Kunden weitergereicht, die einen flexiblen Tarif abgeschlossen haben (zum Beispiel: Unser Strom.online, mini, maxi, grün, Zweitwohnung, Wärmepumpe). Bei einem Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden macht das eine Mehrbelastung von 32,80 Euro brutto aus. Der Festpreisanteil für Beschaffung und Versorgung bleibt unverändert. Diese Stabilisierung der Energiepreise könne DEW durch ein gutes Beschaffungs- und Kostenmanagement erreichen, sagt Brinkmann. Die Strompreisgestaltung bleibe aber auch in Zukunft eine Herausforderung, denn noch stülpe die Politik den lokalen Energieversorgern die Rolle des Geldeintreibers für die Finanzierung der Energiewende über.

Schon jetzt sieht Brinkmann die aus der Energiewende resultierende finanzielle Belastung der Endverbraucher in Dortmund am Maximum und betont: „Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Verbraucher dürfen nicht einseitig belastet werden, sonst kommt es zu sozialen Schieflagen.“ Wie lange DEW die Strompreise jetzt stabil halten kann, hänge von den politischen Entscheidungen in Berlin zum künftigen Tempo der Energiewende ab. Die Gaspreise will DEW21 auf jeden Fall bis zum Sommer 2014 nicht erhöhen. Die letzte Erhöhung erfolgte zum Jahreswechsel 2013.

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