Studie: Dortmund hat schlechte Zukunftsperspektiven

Zukunftsatlas 2013

Viele Städte im Ruhrgebiet gehören mittlerweile nur noch zu den schwächsten Regionen in Deutschland. Das ist ein zentrales Ergebnis des Zukunftsatlas 2013 des Forschungsinstituts Prognos. Auch für Dortmund sehen die Zukunftschancen schlecht aus.

Dortmund

von Von Carsten Christian

, 08.11.2013, 08:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau steht am 09.02.2012 in einem Treppenhaus in Hannover. Viele Hartz-IV-Empfänger sind nach Erkenntnissen einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Halle-Wittenberg psychisch krank. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa «Studie: Mehr als jeder dritte Hartz-IV-Empfänger psychisch krank» vom 31.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau steht am 09.02.2012 in einem Treppenhaus in Hannover. Viele Hartz-IV-Empfänger sind nach Erkenntnissen einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Halle-Wittenberg psychisch krank. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa «Studie: Mehr als jeder dritte Hartz-IV-Empfänger psychisch krank» vom 31.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Zum vierten Mal seit 2004 hat Prognos die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit aller 402 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands untersucht. Grundlage der Studie sind 29 Indikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, zur Konjunktur- und Arbeitsmarktlage, zur demografischen Situation und zur sozialen Lage. 

Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Bottrop - viele alte Kohlestädte gehören mittlerweile nur noch zum schwächsten Viertel der deutschen Landkreise, also zu den Regionen mit den größten Zukunftsrisiken. Auch Dortmund liegt nur noch auf Platz 323. Nur vier andere Regionen in Deutschland haben seit 2004 mehr Plätze verloren als Dortmund.  Das ist ein  Ergebnis des Zukunftsatlas 2013 des Forschungsinstituts Prognos. Exklusiv für das Handelsblatt bewertet Prognos alle drei Jahre Gegenwart und Perspektiven der 402 deutschen Städte und Landkreise. 

Insgesamt fand der Aufschwung der vergangenen Jahre weitestgehend unter Ausschluss des nördlichen Ruhrgebiets satt: Hier sank die Arbeitslosigkeit kaum oder stieg sogar. Gleichzeitig nahm der Anteil der auf Hartz IV angewiesenen Bedarfsgemeinschaften an der Gesamtzahl der Haushalte weiter zu. Und auch die öffentliche Verschuldung pro Kopf ist hier so hoch wie fast nirgendwo sonst. 

Die Folge: 2004 lebten zwei Millionen der Einwohner Westdeutschlands in Regionen mit Zukunftsrisiken, 2013 sind es bereits mehr als 6,7 Millionen. Dies liegt insbesondere am Abrutschen der einwohnerstarken Städte und Kreise im Ruhrgebiet wie Dortmund, Duisburg, Mönchengladbach und Unna in die Gruppe mit Zukunftsrisiken. Laut Prognos Zukunftsatlas 2013 leben heute in Westdeutschland mit knapp sieben Millionen ungefähr dreimal so viele Menschen in Regionen mit schlechter Zukunftsprognose als noch vor einem Jahrzehnt. In Ostdeutschland ist die Gesamtzahl zwar noch höher, doch hier ist sie zumindest leicht gesunken.   

Zum vierten Mal seit 2004 hat Prognos die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit aller 402 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands untersucht. Grundlage der Studie sind 29 Indikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, zur Konjunktur- und Arbeitsmarktlage, zur demografischen Situation und zur sozialen Lage. 

 

Lesen Sie jetzt