Extrem-Wetterlage

Sturmtief kommt nach NRW: Was „Eugen“ für Dortmund bedeutet

Ungemütlich wird es am Dienstag in unserer Region: Sturmtief Eugen bringt Windböen und Gewitter nach Deutschland. Doch wie ist die Prognose für Dortmund?
Sturmtief Eugen bringt am Dienstag starke Windböen und möglicherweise auch Gewitter nach Dortmund. © Christin Mols (Archiv)

NRW bekommt am Dienstag (4.5.) ungemütlichen Besuch aus Schottland: Sturmtief Eugen kommt von der Insel und bringt die Gefahr von schweren Sturmböen mit sich. Doch schleppt Eugen die Extrem-Wetterlage auch nach Dortmund?

Laut Pressesprecher Thomas Gerwin vom Deutschen Wetterdienst wird es wohl so laufen: Schon ab Dienstagmorgen, 9 Uhr bis zum Nachmittag gegen 15 Uhr macht sich Eugen hier bei uns vor Ort besonders bemerkbar: Aus dem Südwesten kommen Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 90 km/h. “Das ist schon relativ ordentlich,” so der Sprecher.

Immerhin sind bei den Temperaturen bis zu 14 Grad drin. Doch zu dem starken Wind gesellt sich auch immer wieder der eine oder andere Regenschauer. Im Verlaufe des Tages seien dann in NRW auch Gewitter möglich, mit welchem orkanartige Böen einhergehen können.

Gewitter auch in Dortmund?

Ob es auch in Dortmund gewittern wird? Das könne man laut Gerwin noch nicht sagen, denn die Gewitter würden vor allem punktuell auftreten – und nur rund zwei Prozent des Gebietes würden die Gewitterfront dann letztlich auch abbekommen. Fakt sei jedoch, dass NRW von dem Sturmtief besonders betroffen sei – und es somit auch in Dortmund krachen könnte.

Dortmunder sollten vor allem einen vorsichtigen Blick nach oben richten. Anders als im Winter seien viele Bäume schon gut belaubt und dadurch anfälliger für Wind – Äste könnten herunterfallen. Einen Waldspaziergang sollte man tunlichst vermeiden. “Verbarrikadieren muss man sich jetzt aber nicht”, so Gerwin. Vorsicht sei jedoch geboten.

Was bringt der Rest der Woche?

Am Mittwoch lässt der Wind dann etwas nach, dieser bleibt jedoch frisch, so dass gerade mal 10 bis 11 Grad maximal drin sind – auch Regenschauer stehen auf der Tagesordnung. Bis zum Freitag wird es dann auch nicht wirklich wärmer, mit rund 10 Grad bleibt es weiter kalt.

Doch dann verabschiedet sich die gefühlte lange Aprilwetter-Phase voraussichtlich im Eiltempo. Während der Samstag laut Gerwin noch eine Art Übergangstag ist, wird es am Sonntag geradezu sommerlich: Zwischen 25 und 26 Grad sind dann im Bereich des Möglichen – also mehr als doppelt so warm wie noch am vergangenen Freitag. Somit löst ein echter Mai nach dem leicht holprigem Start den kältesten April seit 40 Jahren ab – und es wird endlich wärmer.

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