Martin (l.) und Christoph Strauch erwecken ihre Suppen-Fabrik nach dem Corona-Aus im März wieder zum Leben. Ihre Gäste aus dem Kaiserstraßenviertel und darüber hinaus können und sollen dabei mithelfen. © privat
Gastronomie

Suppen-Fabrik wagt Neustart – und setzt auf die Dortmunder

Die Suppen-Fabrik kommt wieder. Am 1. September wollen Martin und Christoph Strauch an der Kaiserstraße 43 neu eröffnen. Ihre Gäste sollen mithelfen. Dazu wurde jetzt eine Aktion gestartet.

Der Plan steht, die Vorbereitungen laufen: am 1. September möchten Martin Strauch und sein Bruder Christoph die Suppen-Fabrik wieder öffnen. „Wir kommen in ganz neuem Look wieder“, kündigt Martin Strauch an.

Alle Konzentration gilt dabei dem ganz ursprünglichen Suppen-Fabrik-Standort an der Kaiserstraße 43. An weitere Filialen, wie es sie vor dem Corona-Aus Anfang April auch an der Saarlandstraße, in Bochum, Essen und Münster gab, denkt Martin Strauch nicht. „Wir wollen das Ladenlokal an der Kaiserstraße ganz intensiv nutzen – mit einem erweiterten Speisenangebot und auch mit einem Außer-Haus-Service“, sagt er.

In der Corona-Krise: Schwarmfinanzierung soll helfen

Dabei weiß der Geschäftsmann, dass die Corona-Krise noch nicht vorbei ist. „So eine Neueröffnung ist in dieser Zeit immer noch risikobehaftet. Aber wir wollen uns von Corona nicht unterkriegen lassen und glauben, dass viele andere das auch nicht wollen. Da es zurzeit schwierig ist, an Kredite zu kommen, haben wir eine Aktion zur Schwarmfinanzierung unseres Vorhabens gestartet“, sagt Martin Strauch.

Gemeinsam mit seinem Bruder Christoph geht er erstmal in Vorleistung, um bis September ein Wohlfühllokal in modernem Design, aber mit Möbeln aus gebrauchtem und wieder aufbereitetem Bauholz einrichten zu können. Ruhiger schlafen können beide, wenn sie wissen, dass sie das Geld dafür beim Start wieder im Rücken haben.

„Trotz hoher Eigenintiative unsererseits sind die finanziellen Bedarfe groß“, erklärt Martin Strauch. „Ein Großteil des Inventars und der Arbeitsmittel müssen neu angeschafft und das Ladenlokal muss umfassend renoviert werden, Kaution und Mieten müssen bezahlt und behördliche Kosten und Gebühren bedient werden.“

Inneneinrichtung aus nachhaltigen Bauholzmöbeln

Über die Crowd-Funding-Aktion im Internet (www.startnext.com/suppen-fabrik) sollen bis zum 23. August 6500 Euro für die neue Inneneinrichtung aus nachhaltigen Bauholzmöbeln zusammenkommen. „Das ist in den ersten Tagen schon gut angelaufen. Ganz wichtig ist: es muss nicht ohne Gegenleistung gespendet werden, sondern es können Einkaufsgutscheine für die Suppen-Fabrik erworben werden“, sagt Martin Strauch. Abgebucht werden die bereitgestellten Beträge erst, wenn das Mindestziel von 6500 Euro auch erreicht worden ist.

Martin Strauch ist optimistisch, dass dies gelingt. „Der immense Zuspruch nach Bekanntwerden der Insolvenz hat uns bestärkt, trotz oder gerade wegen dieser verrückten und unsicheren Zeiten ein Neustart zu wagen.“ Er glaubt, dass viele Leute sich gerne an dem Crowd-Funding beteiligen, um so Einfluss darauf zu nehmen, dass es in ihrem Umfeld eine Alternative zum gängigen Fast Food gibt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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Peter Wulle

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